Wettbewerb: Hyperloop-Teststrecke bietet Entwicklern viel Spielraum

Hyperloop-Erfinder Elon Musk lässt den Wettbewerbern beim Bau ihrer Fahrzeuge für die Hochgeschwindigkeitsbahn viel Spielraum. In einem Dokument verrät der SpaceX-Gründer technische Einzelheiten.

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Hyperloop: Schaumstoff bremst im Notfall.
Hyperloop: Schaumstoff bremst im Notfall. (Bild: Elon Musk/SpaceX)

Elon Musk hat genaue Pläne für die Teststrecke seines neuartigen Fortbewegungsmittels Hyperloop veröffentlicht. Damit sollen Menschen mit bis zu 1.200 km/h durch eine Röhre befördert werden, in der ein Beinahe-Vakuum herrscht. Bis Juni 2016 will Musks Unternehmen SpaceX laut Zeitplan (PDF) eine Röhre für Tests in Kalifornien fertiggestellt haben - dann wird der Entwicklerwettbewerb für die beste Gondel für die Passagiere eröffnet.

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Laut einem Dokument (PDF) soll die 1,6 Kilometer lange Teststrecke flexibel ausgelegt werden, damit Wettbewerber möglichst viel Spielraum bei der Entwicklung ihrer Fahrzeuge haben. Der Druck in der Röhre soll, je nach Wunsch, auf bis zu 0,14 Prozent des normalen Luftdrucks abgesenkt werden. Es herrscht also in der Röhre also kein echtes Vakuum, da der Aufwand dafür zu hoch wäre. Es entsteht aber ein Unterdruck. Den kleinstmöglichen Druck können die Pumpen innerhalb von 15 bis 20 Minuten erreichen.

Fahrzeuge können fahren oder schweben

Die Strecke befindet sich in einer 1,80 Meter hohen Stahlröhre mit 1,8 Zentimeter dicken Wänden. Der untere Teil der Röhre wird mit Beton ausgefüllt, so dass eine etwa ein Meter breite, ebene Fläche entsteht. Diese Fläche wird mit Aluminium ausgelegt und mit einer Aluminiumschiene in der Mitte versehen. Es bleibt ganz den Wettbewerbern überlassen, ob die Fahrzeuge nun mit Rädern über die Fläche fahren, auf einem Luftkissen schweben oder Wirbelströme in den Platten induzieren und sich durch magnetische Levitation vom Boden fernhalten.

Die Schiene in der Mitte dient hauptsächlich zum Bremsen. Sie kann aber auch benutzt werden, um die Spur zu halten, wenn das Fahrzeug dafür nicht die Außenwände der Röhre benutzt. Sollte es mit dem Bremsen einmal nicht klappen, gibt es am Ende eine 3,6 Meter lange Strecke mit Schaumstoffpolsterung, um solche Irrläufer abzufangen.

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Was diese erste Hyperloop-Teststrecke noch nicht haben wird, sind die elektrischen Linearmotoren im Boden. Die Wettbewerber müssen also entweder eine andere Form der Beschleunigung benutzen oder angeschoben werden. Dazu stellt ihnen SpaceX bei Bedarf ein eigens entwickeltes Fahrzeug auf Rädern zur Verfügung, das den Kapseln den nötigen Schwung geben soll. Für die Wettbewerber wird es eine Maximalgeschwindigkeit am Ende der 240 Meter langen Beschleunigungsstrecke geben, damit die leichteren Kapseln keinen unfairen Vorteil haben. Aber noch haben sich die Veranstalter dort nicht festgelegt.

Die Vorstellung der ersten Wettbewerbsentwürfe ist für Ende Januar in Hawthorne geplant. Allerdings war dieser Termin ursprünglich für Mitte Januar (PDF) vorgesehen, mit leichten Verzögerungen kann gerechnet werden.

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Eheran 30. Nov 2015

Von den genannten Punkten würde das die Flexibilität betreffen. Aber die hängt ja auch...

Bouncy 30. Nov 2015

Wie in Tunneln, würd ich mal sagen, ein paar Ausstiege hier und da. Außerdem hat man im...

dernurbs 29. Nov 2015

Bei Stahl wäre eine Dauermagnetisierung durch die induzierten Wirbelströme zu erwarten...



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