Westnetz: Eon verbündet sich mit australischem Investor für FTTH
Eon hat in Australien einen Geldgeber für den Ausbau von Glasfaser gefunden.
Das zu Deutschlands führendem Versorger Eon gehörende Unternehmen Westenergie hat einen Investor gefunden, der bei der Finanzierung eines Glasfaser-Ausbauprogramms mit einem Volumen von 3 Milliarden Euro helfen soll. Wie die Partner am 18. Juli 2022 erklärten, wird mit Igneo Infrastructure Partners ein Gemeinschaftsunternehmen für den Ausbau gegründet. Die Partner wollen zusammen den Glasfaserausbau im Nordwesten Deutschlands betreiben.
Igneo ist ein Investmentteam der australischen First-Sentier-Investors-Gruppe. Igneos Mutterkonzern verwaltete im März dieses Jahres 14,6 Milliarden US-Dollar im Auftrag von rund 120 institutionellen Anlegern.
Igneo beteiligt sich zur Hälfte an Westenergie Breitband, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft von Eon, die schon länger einen Partner suchte. Der Vollzug der Transaktion (Closing) wird vorbehaltlich der üblichen Genehmigungen im vierten Quartal 2022 erwartet. Das neue Gemeinschaftsunternehmen will rund 1,5 Millionen Haushalte sowie Großkunden in Deutschland mit Glasfaseranschlüssen versorgen.
Es handle sich bei Igneo um einen anerkannten und langfristigen Investor, "um den Breitbandausbau in Deutschland zu beschleunigen", sagte Thomas König, Vorstand Netze bei Eon.
Eon mit Hauptsitz in Essen betreibt bereits Glasfaserkabel entlang seiner Stromleitungen. Seit einigen Jahren investiert die Eon-Gruppe in Deutschland mit ihren Töchtern Ediscom und Westenergie Breitband in den Breitbandausbau. Im März 2022 wurde bereits ein insgesamt 25.000 Kilometer langes Glasfasernetz entlang der Stromleitungen betrieben.
Westenergie versorgt derzeit eine Million Haushalte mit Internet. Durch die neuen Investitionen könnten laut Handelsblatt zwei Millionen zusätzliche Kunden angeschlossen werden.
Eon baut seit 2019 selbst Glasfaser aus
Auch ein Verlegen von Glasfaser entlang von Gastrassen ist bei Energieversorgern üblich. So besitzt Gasline, das den deutschen Gasversorgungsunternehmen im Fern- und Regionalbereich gehört, unbeleuchtete Netzkapazitäten mit 32.000 Kilometern im Schutz der Gasleitungstrassen, die in über 100 Städten an Telehäuser und Points-of-Presence angeschlossen sind. Weitere 3.000 Kilometer sollen bis 2024 ausgebaut werden.
Eon kündigte bereits im Januar 2019 an, mit einer Investition von rund 130 Millionen Euro in Brandenburg in den Glasfaserausbau einzusteigen. Der Energieversorger investierte hier über seine Telekommunikationstochter Ediscom. Nach eigenen Angaben verfügt Ediscom über eine 1.000 Kilometer umfassende Glasfaserinfrastruktur im Nordosten Deutschlands. Weitere Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg sollen folgen.
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Immer wieder interessant wie aus Ländern, die selbst fast keine Glasfaseranschlüsse...
Solche Partnerschaften wird man in Zukunft seltener sehen, da die Zinsen anziehen...