WeroQ: Auch Bundeswehr spioniert in sozialen Netzwerken

Es war ein "Büroversehen" der Regierung, dass ein Bundestagsabgeordneter nicht über ein Projekt zur Ausforschung sozialer Netzwerke wie Facebook und Twitter informiert wurde. Eine Fraunhofer Gesellschaft und IBM wurden mit den Forschungen zu WeroQ beauftragt und bekommen 1,35 Millionen Euro.

Artikel veröffentlicht am ,
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen
Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (Bild: Fabrizio Bensch/Reuters)

Neben den Spionen des Bundesnachrichtendienstes forschen auch das Verteidigungsministerium und die Bundeswehr soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter aus. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung (PDF) an den Linken-Bundestagsabgeordneten Andrej Hunko hervor. Vor vier Wochen startete das Verteidigungsministerium danach das Projekt "Wissenserschließung aus offenen Quellen" (WeroQ). Die Forschungen dauern bis Dezember 2016 und sollen 1,35 Millionen Euro kosten. Die entwickelten Anwendungen wird die Bundeswehr in ein Führungsinformationssystem der Bundeswehr integrieren.

Stellenmarkt
  1. IT Consultant Data Supported Retailing (w/m/d)
    dmTECH GmbH, Karlsruhe
  2. Mitarbeiter*in im Bereich Informations- und Kommunikationstechnik (m/w/d)
    Landeshauptstadt Stuttgart, Stuttgart
Detailsuche

Anfangs wurde von der Bundesregierung behauptet (PDF), soziale Medien würden "nicht betrachtet". Erst im Mai wurde Hunko darüber informiert, dass die Software der Bundeswehr sehr wohl soziale Medien durchsuchen soll. Die gegenteilige Antwort sei ein "Büroversehen" gewesen. "Mir erscheint das nicht glaubhaft. Denn auch über die Machenschaften des Bundesnachrichtendienstes wurde ich belogen: Im Februar wurde mir nicht mitgeteilt, wie der Auslandsgeheimdienst das Nutzerverhalten bei Twitter und Facebook ausspähen will. Allerdings hatte ich mich explizit nach dem jetzt bekanntgewordenen Programm erkundigt."

Auch die Bundespolizei und das Bundeskriminalamt (BKA) interessieren sich für die Ausforschungen. Laut dem Bundesinnenministerium würden auch Daten aus Suchmaschinenabfragen ausgewertet. Die Erkenntnisse würden für "besondere Gefahrenabwehranlässe" eingesetzt. Das BKA habe sich dazu bereits eine Software von IBM in Freiburg angesehen. Das Verteidigungsministerium habe die Fraunhofer Gesellschaft, das Forschungsinstitut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie (FhG FKIE) und IBM mit seinem Produkt IBM Content Analytics mit den Forschungen zu WeroQ beauftragt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


elgooG 04. Jun 2014

Ich finde es schon beschämend, dass selbst auf einer Website die angeblich für IT-Profis...

joojak 03. Jun 2014

Irgend wie hast recht. Das ist alles nur nich zum.lachen wenn das nicht so verdammt erntt...

joojak 03. Jun 2014

Unser Minister hat es uns erklärt .. ist alles nix wildes .. Ich möchte hier einen...

nicoledos 03. Jun 2014

Die Beträge geben keine Aussage über effektivität. Budgets, die vorhanden sind, werden...

Garius 03. Jun 2014

Da geb ich Kontra und behaupte einfach mal, selbst wenn ich jetzt ne PDF mit sämtlichen...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Microsoft
Das Surface Pro 8 bekommt zum ersten Mal ein neues Design

Das Surface Pro 8 ist da und sieht komplett anders aus. Das reicht von kleineren Displayrändern zu einem dünneren Chassis.

Microsoft: Das Surface Pro 8 bekommt zum ersten Mal ein neues Design
Artikel
  1. Surface Laptop Studio: Microsoft bringt Surface Laptop und Surface Studio zusammen
    Surface Laptop Studio
    Microsoft bringt Surface Laptop und Surface Studio zusammen

    Statt eines neuen Surface Book bringt Microsoft ein völlig neues Gerät heraus. Der Surface Laptop Studio hat ein ungewöhnliches Scharnier.

  2. Malware: Mehrere Kliniken nach Hackerangriff vom Netz genommen
    Malware
    Mehrere Kliniken nach Hackerangriff vom Netz genommen

    Neben den Kliniken seien auch Bildungseinrichtungen von dem Malware-Angriff betroffen. Sicherheitshalber wird nun mit Papier und Stift gearbeitet.

  3. CMOS-Batterie: Firmware-Update hat PS4 offenbar vor ewigem Aus gerettet
    CMOS-Batterie
    Firmware-Update hat PS4 offenbar vor ewigem Aus gerettet

    Sony hat mit Firmware 9.0 für die Playstation 4 ein großes Problem gelöst: eine leere CMOS-Batterie kann die Konsole nicht mehr zerstören.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Week bei NBB: Bis 50% Rabatt (u. a. MSI 31,5" Curved WQHD 165Hz 350€) • PS5 Digital + 2. Dualsense + FIFA 22 mit o2-Vertrag bestellbar • Samsung T7 Portable SSD 1TB 105,39€ • Thermaltake Level 20 RS ARGB Tower 99,90€ • Gran Turismo 7 25th Anniv. vorbestellbar 99,99€ [Werbung]
    •  /