Werbungskosten: Große Koalition einig über Homeoffice-Pauschale
Die Große Koalition hat sich auf die Einführung einer Homeoffice-Pauschale geeinigt. Das erfuhr das Handelsblatt aus Koalitionskreisen. Die zuständigen Fraktionsvizes von Union und SPD hätten die Ausgestaltung der Pauschale bei einem Gespräch am Donnerstag geklärt, hieß es.
Danach können Beschäftigte, die in der Corona-Pandemie von zu Hause aus arbeiten, fünf Euro pro Tag geltend machen. Die Pauschale soll maximal 600 Euro im Jahr betragen. Sie werde innerhalb des Arbeitnehmer-Pauschbetrages von 1.000 Euro gewährt, hieß es. Damit wird die Pauschale wie andere Werbungskosten behandelt. Es profitieren nur diejenigen, die auf mehr als 1.000 Euro Werbungskosten im Jahr kommen.
Durch die Ausgestaltung der Pauschale solle der Kostenrahmen eingehalten werden, hieß es in Koalitionskreisen. Die Homeoffice-Pauschale soll noch im Dezember im Rahmen des Jahressteuergesetzes verabschiedet werden.
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hatte ursprünglich einmal einen gesetzlich verankerten Anspruch auf Arbeit im Homeoffice gefordert, doch das verhinderte das Bundeskanzleramt durch ein Veto . Das Recht auf Homeoffice, das später auf 24 Tage im Jahr reduziert wurde, wurde nun vollkommen gestrichen . Vielmehr dürfen Beschäftigte einen Gesprächsbedarf bei ihren Vorgesetzten anmelden, wenn sie Homeoffice machen wollen. Dieser darf verlangen, dass sie spätestens drei Monate vor gewünschten längeren Homeoffice-Einsätzen Anträge stellen. Darin enthalten sein muss Beginn, Dauer und Umfang der mobilen Arbeit. Dem darf der Chef wie gehabt widersprechen, wenn er Gründe dafür nennen kann. Tut er das nicht, gilt die mobile Arbeit für sechs Monate als genehmigt.
- Anzeige Hier geht es zum Ergonomischen Bürostuhl von Sihoo bei Amazon Wenn Sie auf diesen Link klicken und darüber einkaufen, erhält Golem eine kleine Provision. Dies ändert nichts am Preis der Artikel.