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Werbung in ChatGPT: OpenAI startet Anzeigengeschäft Europa

In ChatGPT geschaltete Werbeanzeigen sollen weder die Antworten des Chatbots beeinflussen noch Werbekunden Zugriff auf Chatverläufe geben.
/ Mike Faust
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Werbung in ChatGPT soll sich deutlich vom übrigen Chatverlauf abgrenzen. (Bild: OpenAI)
Werbung in ChatGPT soll sich deutlich vom übrigen Chatverlauf abgrenzen. Bild: OpenAI

OpenAI wird am 24. August 2026 ChatGPT Ads in 31 europäischen Ländern einführen. Laut der zugehörigen Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) befinden sich darunter auch Deutschland, Österreich, die Schweiz, Frankreich, Spanien und Italien. Werbekunden sollen ihre Anzeigen über verschiedene Partneragenturen schalten können. Für kleine Unternehmen soll zu einem späteren Zeitpunkt eine Plattform für die Selbstverwaltung von Anzeigen folgen.

Das Unternehmen betont, dass Anzeigen klar gekennzeichnet werden und sich deutlich vom Chatverlauf abheben sollen. Weder sollen die Anzeigen die Antworten von ChatGPT beeinflussen noch sollen die Werbekunden Zugriff auf Gesprächsinhalte erhalten.

Laut OpenAI weisen 20 Prozent der Gespräche mit ChatGPT eine kommerzielle Absicht auf und viele weitere sollen im Zusammenhang mit einer möglichen Kaufentscheidung stehen. Im Januar 2026 kündigte OpenAI die Einführung von Werbung für den US-Markt an und schreibt nun, dass die Plattform seitdem komplett neu entwickelt wurde.

Nachfolgeaktionen können getrackt werden

Im April 2026 hatte ein Softwareentwickler untersucht, wie Werbung in ChatGPT technisch eingebunden und deren Erfolg gemessen wird. Die Anzeigen werden demnach direkt in den Gesprächsdatenstrom integriert und anhand des Gesprächskontexts ausgewählt. Verschlüsselte Token ermöglichen es, dass Klicks einer bestimmten Anzeige zugeordnet und gegen Manipulation geschützt werden können.

Nach einem Klick öffnet sich die Händlerseite häufig innerhalb von ChatGPT. Dort speichert ein Tracking-SDK einen Zuordnungstoken bis zu 30 Tage in einem First-Party-Cookie. Anschließende Aktivitäten auf der Händlerseite, etwa Produktaufrufe, können an OpenAI übermittelt werden. So kann nachvollzogen werden, welche Aktionen aus einer ChatGPT-Anzeige hervorgegangen sind.

Inwiefern sich an dieser Methode durch die von OpenAI angegebene Neuentwicklung der Werbeplattform etwas geändert hat, ist nicht bekannt.


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