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Werbung in ChatGPT: OpenAI rechnet bereits pausierte Anzeigen ab

In den eigenen Werbebedingungen behält sich OpenAI das Recht vor, gestoppte Anzeigen bis zu 24 Stunden weiterlaufen zu lassen.
/ Mike Faust
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OpenAI führte im Februar 2026 Werbung für Nutzer der kostenlosen ChatGPT-Version ein. (Bild: Scott Olson/Getty Images)
OpenAI führte im Februar 2026 Werbung für Nutzer der kostenlosen ChatGPT-Version ein. Bild: Scott Olson/Getty Images

OpenAI hat Werbeanzeigen auch dann noch in ChatGPT ausgespielt, wenn Kunden diese bereits pausiert hatten. Wie The Register berichtet(öffnet im neuen Fenster), liefen zudem nicht nur die Anzeigen weiter, sondern wurden auch noch in Rechnung gestellt.

Dem Bericht zufolge experimentierte das in Großbritannien ansässige Unternehmen Excel4Business mit ChatGPT-Anzeigen in den USA und Kanada. Das Unternehmen stellte dabei fest, dass Werbeanzeigen nachts und morgens ausgespielt wurden, obwohl die entsprechenden Kampagnen bereits pausiert waren. In einem Fall lief eine Anzeige demnach nach dem Pausieren noch 94 Minuten weiter.

Ein Kundendienstmitarbeiter von OpenAI räumte gegenüber Excel4Business den Fehler zunächst schriftlich ein und machte einen technischen Fehler für den Vorfall verantwortlich. Zwar sei die Kampagne pausiert gewesen, der separate Status auf Anzeigenebene habe sich aber nicht schnell genug aktualisiert, hieß es weiter.

Rückwirkende Berufung auf die AGB-Klausel

Zunächst bestätigte OpenAI auch die Ungültigkeit der für diese Anzeigen erhobenen Gebühren, zog eine Zusage zur Erstattung der Gebühren aber kurz darauf zurück. Zur Begründung wurde auf die Werbebedingungen verwiesen, laut denen Werbeaktionen nach einer Stornierung oder Änderung des Kunden noch bis zu einem Tag weiterlaufen können und für diesen Zeitraum auch bezahlt werden müssen. Das Pausieren einer Kampagne falle ebenfalls unter diese Regelung, so OpenAI.

Excel4Business widersprach dieser Argumentation und betonte, dass derartige Klauseln lediglich dazu gedacht seien, unvermeidbare Latenzzeiten abzudecken, und nicht, um Anzeigen absichtlich noch 24 Stunden weiterlaufen lassen zu können. Außerdem habe bereits ein schriftliches Einigungsangebot von OpenAI vorgelegen, wodurch keine rückwirkende Berufung auf die AGB-Klausel mehr möglich sei.

OpenAI hatte im Februar 2026 Werbung für Nutzer der kostenlosen Version von ChatGPT eingeführt. Obwohl das Geschäft bislang nur schleppend verläuft, kündigte das Unternehmen im Juni 2026 an, bis zum Jahr 2030 bis zu 100 Milliarden US-Dollar an Einnahmen mit Werbung generieren zu wollen.


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