Werbung: Google will trackingfreie Werbung selbst nutzen

Das Chrome-Team arbeitet seit eineinhalb Jahren an Alternativen zum Werbe-Tracking über Third-Party-Cookies.

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Google will weg von Third-Party-Cookies.
Google will weg von Third-Party-Cookies. (Bild: Pixabay)

"Heute machen wir deutlich, dass wir nach dem Auslaufen von Third-Party-Cookies keine alternativen Identifizierungsmöglickeiten erstellen, um Personen beim Surfen im Internet zu verfolgen, und wir werden diese auch nicht in unseren Produkten verwenden", schreibt Google in seinem Ads- und Commerce-Blog. Das Unternehmen setzt damit eine Entwicklung praktisch um, an der allen voran das Team des Chrome-Browsers seit rund eineinhalb Jahren arbeitet: das Verteilen von Werbung ohne das klassische Tracking über Third-Party-Cookies.

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Google setzt sich in dem Eintrag explizit von anderen Ideen ab, die weiter an einer vollständig individualisierten Tracking-Technik für Werbung arbeiten. "Wir glauben nicht, dass diese Lösungen die steigenden Erwartungen der Verbraucher an den Datenschutz erfüllen werden, und sie werden auch den sich schnell entwickelnden regulatorischen Beschränkungen nicht standhalten und sind daher keine nachhaltige, langfristige Investition", heißt es in dem Blog.

Als Alternative zum Tracking über Third-Party-Cookies setzt Google auf das sogenannten Floc-API. Floc steht dabei für Federated Learning of Cohorts und die Werbemittel sollen bestimmten Nutzer-Clustern oder Kohorten auf Grundlage von deren Interessen dargestellt werden, statt wie bisher komplett individualisiert. Dazu soll die Browserhistorie auf den Geräten der Nutzer ausgewertet werden und das Ergebnis dieser Auswertung, also die Zuweisung einer Kohorte, über die API weitergegeben werden.

Google hat nun angekündigt, im zweiten Quartal des laufenden Jahres seinen Werbepartnern in dem eigenen Dienst Google Ads die Technik zur Verfügung zu stellen. Mit Chrome-Version 90 im April sollen Nutzer außerdem das Verhalten der neuen Technik über die Einstellungen steuern können, wie das Team bereits angekündigt hat. Zu den Neuerungen schreibt Google: "Dies weist auf eine Zukunft hin, in der es nicht erforderlich ist, relevante Werbung und Monetarisierung zu opfern, um ein privates und sicheres Erlebnis zu bieten".

First-Party-Werbung soll ausgebaut werden

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Unabhängig von den nun angekündigten Änderungen will Google aber auch künftig ein First-Party-Tracking ermöglichen und unterstützen. Dazu heißt es in dem Blog-Eintrag: "Wir werden weiterhin First-Party-Beziehungen auf unseren Anzeigenplattformen für Partner unterstützen, bei denen sie direkte Verbindungen zu ihren eigenen Kunden haben". Den Support für derartige Lösungen will Google darüber hinaus weiter ausbauen.

Der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) sieht darin jedoch eine weitere Ausnutzung der Marktmacht von Google. Der Verband, der von Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner als Präsident geleitet wird, schrieb dazu auf Twitter: "Jetzt bewahrheitet sich, wovor kleinere digitale Unternehmen seit Jahren gewarnt haben: dass Google aufgrund seiner Marktmacht nicht mehr auf Cookies angewiesen ist". Der Verband fordert darüber hinaus, dass die EU-Kommission hier eingreift.

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