Werbung: EU leitet Kartellverfahren gegen Google ein
Die EU-Kommission prüft, ob Googles Anzeigengeschäft gegen europäisches Wettbewerbsrecht verstößt. "Wir vermuten, dass Google es konkurrierenden Online-Werbediensten erschwert haben könnte, am Wettbewerb im Bereich der Werbetechnologie teilzunehmen," a href="https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/de/IP_21_3143" target="_blank">teilte EU-Kommissionsvize Margrethe Vestager am 22. Juni in Brüssel mit. Außerdem werde untersucht, ob die von Google angewendeten Verfahren zur Nutzerverfolgung mit einem fairen Wettbewerb im Einklang stehen.
Bei der nun bekannt gewordenen Untersuchung will sich die Brüsseler Behörde auf den Bereich der Werbeanzeigen konzentrieren. Dabei bietet Google sowohl für Werbetreibende als auch für Verleger Dienste an.
Mehrere Fragen sollen im Fokus stehen – unter anderem, ob die Google-Dienste Display & Video 360 beziehungsweise Google Ads genutzt werden müssen, um Werbung auf Youtube zu kaufen. Geprüft werden soll auch, inwieweit Google den Zugriff auf Nutzerdaten für konkurrierende Dritte beschränkt.
Googles Tracking-Alternative Floc ist Teil der Untersuchung
Auch die Pläne, den Zugriff auf die Werbe-ID unter Android einzuschränken sowie Drittanbieter-Cookies im hauseigenen Browser Chrome abzuschaffen und durch die sogenannte Floc-API zu ersetzen , sollen untersucht werden.
Floc steht dabei für Federated Learning of Cohorts; die Werbemittel sollen bestimmten Nutzer-Clustern oder Kohorten auf Grundlage von deren Interessen präsentiert werden statt wie bisher komplett individualisiert.
Dazu soll etwa die Browserhistorie auf den Geräten der Nutzer ausgewertet werden und das Ergebnis dieser Auswertung, also die Zuweisung zu einer Kohorte, über die API weitergegeben werden. Auch das US-Justizministerium untersucht Googles Pläne im Rahmen seiner Aufgabe als Wettbewerbsbehörde.
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