Werbevideos: Facebook mit Autostart-Videos im Newsfeed
Facebook wird einfacher, so klingt es zumindest in dem Bericht von Facebook, dass Videos nun automatisch abgespielt werden(öffnet im neuen Fenster). Im neuen Facebook muss der Anwender nicht mehr den Abspielknopf suchen oder auf das Video tippen, um Videos zu starten. Facebook startet die Videos selbst. Immerhin passiert das ohne Ton. Sollte also ein Freund ein peinliches Video einbinden, hören die Mitarbeiter im Büro davon nichts.

Erste Tests, die bereits seit September 2013 laufen, deuten darauf hin, dass das Modell gut angemommen wird. Videos werden nach Angaben von Facebook um 10 Prozent erfolgreicher, und zwar in den Bereichen Anschauen, Zustimmung per Like-Knopf, Teilen und Kommentieren. Facebook spricht von einer Verbesserung für die Nutzer. Seit Mitte Dezember wurde der Test ausgebaut. Im Testbetrieb werden nun Werbevideos eingebunden und automatisch gestartet.
Den Anfang macht eine Kampagne für einen kommenden Film. Wer durch seinen Newsfeed scrollt – egal ob mobil oder auf dem Desktop – bekommt ein Werbevideo vorgesetzt, das für Facebook Einnahmen schafft. Wie schon bei dem erfolgreichen Test mit privaten Videos wird auch das Werbevideo ohne Ton gestartet. Damit wird die vermeintliche Komfortfunktion zu einem Instrument der Vermarktung. Wer auf das Video klickt oder tippt, startet den Ton. Sowohl Aktienbesitzer als auch Werbetreibende wird dieses neue Format vermutlich freuen. Doch für den Nutzer sind Nachteile zu erwarten. Einige davon berücksichtigt Facebook und entschärft sie.
Mobilfunkvolumen wird geschont
Wer mit einem Smartphone in einem Mobilfunknetz auf Facebook surft, wird ebenfalls Werbevideos sehen. Doch das Volumen des Vertrags wird laut Facebook geschont. Die Videos werden nämlich über eine WLAN-Verbindung vorab heruntergeladen.
Außerdem will Facebook nur bestimmte Kampagnen zulassen, um die Balance zwischen Werbetreibenden und den Nutzern zu halten. Kriterien im Detail werden nicht genannt. Videos werden zudem nur abgespielt, solange sie sichtbar sind. Scrollt der Nutzer das Video aus dem Sichtbereich, wird es gestoppt.
Wann das Produkt für die Werbetreibenden verfügbar gemacht wird, gibt Facebook nicht an. Dem Wall Street Journal verriet Facebook immerhin die Preise(öffnet im neuen Fenster). Die Hürde ist derzeit zumindest für den US-Markt sehr hoch. 2 Millionen US-Dollar kostet es, die 140 Millionen US-Nutzer im Altersbereich zwischen 18 und 54 Jahren zu erreichen.
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