Werbefreiheit: Claude nimmt ChatGPT in Superbowl-Werbung auf die Schippe

Anthropic hat in einem Blogpost offiziell erklärt(öffnet im neuen Fenster) , dass Claude keine Werbung enthalten wird. Die Ankündigung erfolgt nur wenige Wochen nach OpenAIs Ankündigung, ChatGPT durch Anzeigen zu monetarisieren – und setzt damit eine klare Abgrenzung im Wettbewerb der KI-Assistenten.
Das Unternehmen begründet die Entscheidung mit dem Nutzerinteresse: Claude werde weder gesponserte Links in Konversationen anzeigen noch werblich beeinflusste Antworten liefern. Auch Produktplatzierungen Dritter, die Nutzer nicht explizit angefordert haben, seien ausgeschlossen.
Allerdings enthält die Erklärung eine Einschränkung. Anthropic weist darauf hin, dass man transparent kommunizieren werde, falls sich die Umstände änderten und eine Neubewertung dieser Position nötig werden sollte.
Marketing-Offensive zum Super Bowl
Um seine Haltung zu verstärken, startete Anthropic eine Super-Bowl-Werbekampagne. Das Unternehmen veröffentlichte vier Spots auf Youtube, in denen vermenschlichte KI-Assistenten ihre Ratschläge mit Werbeeinblendungen unterbrechen. Eine 30-Sekunden-Version werde am Sonntag während des Spiels ausgestrahlt, berichtet das Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) . Ein separater 60-Sekunden-Spot mit einem werbefinanzierten KI-Therapeuten läuft bereits in der Vorberichterstattung(öffnet im neuen Fenster) des Sportereignisses.
Obwohl die Werbespots ChatGPT nicht explizit erwähnen, ist die Anspielung offensichtlich. OpenAI hatte im Januar angekündigt, Werbung in ChatGPT für Nutzer kostenloser oder günstigerer Abo-Stufen einzuführen. Die Anzeigen sollen laut OpenAI gekennzeichnet und getrennt von den Chatbot-Antworten platziert werden.
OpenAI-Chef Sam Altman hat sich über die Werbung auf X aufgeregt. Er habe zwar gelacht, die Werbeintegration in ChatGPT sei aber falsch dargestellt.



