Abo
  • Services:
Anzeige
Werbefinanzierte Copyrightverstöße: Die Spur des Geldes im Netz
(Bild: Bernadett Szabo/Reuters)

Folgen für den Werbemarkt

Dem Annenberg Innovation Lab zufolge sind die illegalen Geschäftsmodelle nicht nur ein Problem der Urheber und Rechteinhaber, deren Werke von anderen vermarktet werden. Das fast unbegrenzte Angebot an Werbeflächen durch die 150.000 im Google-Transparenz-Bericht gelisteten "illegalen File-Sharing-Seiten" schade der gesamten Medienindustrie, heißt es im Bericht. Es führe zu sinkenden Anzeigenpreisen im Internet und entwerte damit die Werbeflächen aller legalen Angebote.

Anzeige

Deutsche Werbewirtschaft arbeitet an "Schaltungsroutinen"

2012 nahm die Debatte um werbefinanzierte Copyrightverstöße auch in Deutschland an Fahrt auf. Man distanziere sich strikt von allen Formen der Urheberrechtsverletzung, erklärte Bernd Nauen, Chef des Zentralverbands der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), im Interview mit iRights.info. Allerdings sei es technisch kompliziert, die "Schaltungsroutinen" beim Digitalgeschäft zu verbessern. Doch es werde daran gearbeitet. "Am Ende könnten technisch-organisatorische Strukturen stehen, mit denen die Werbewirtschaft das Thema selbstständig und effizient angeht."

Burkhard Lischka, rechtspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, hält darüber hinaus Sanktionen gegen die Werbenden für überlegenswert. "Die Wirtschaft könnte gewisse Sorgfaltspflichten haben, wenn sie im Netz Werbung schaltet", sagte Lischka im Interview mit iRights.info. "Dazu würde gehören, dass Portale tabu sind, deren Geschäftsprinzip ein Gericht für illegal befunden hat." Entsprechende gerichtliche Verfahren hält Lischka insgesamt für eine wichtige Voraussetzung im Kampf gegen Urheberrechtsverstöße. "Statt die Schulhöfe zu kriminalisieren und Familien mit Abmahngebühren in große finanzielle Probleme zu stürzen, wollen wir die illegalen Plattformen angehen." Diese machten viel Geld mit anderer Menschen Arbeit.

US-Künstler wollen mobilisieren

Die US-Urheber-Initiative The Trichordist will nicht auf Selbstverpflichtungen der Werbewirtschaft oder gesetzliche Maßnahmen warten. Der Musiker David Lowery ruft im Blog der Initiative Künstler auf, Anzeigen von Markenherstellern auf Piratenseiten zu dokumentieren, die ihre Werke illegal veröffentlichen. Sie sollten ihre Fans über Facebook und Twitter informieren. Außerdem hofft Lowery darauf, dass Markenhersteller wie Ford die Werbenetzwerke verklagen, die Anzeigen gegen ihren Willen auf Piratenseiten schalten. Dann könnten Börsenanalysten anfangen zu fragen, wie viel Prozent der Erlöse von Unternehmen wie Google und Yahoo aus dem Werbegeschäft mit "bösartigen" Seiten stammen und das rechtliche Risiko in die Unternehmensbewertung einbeziehen, meint Lowery. Hier seien die Werbenetzwerke "verwundbar".

 Google lässt mit Rechteinhabern den illegalen Markt erforschen

eye home zur Startseite
Trockenobst 13. Jan 2013

Ging es bei dem Thema nicht um Informationsfreiheit, Lagerfeuerromantik und all die...

Trockenobst 13. Jan 2013

Ich finde die Übertreiben. Der Untergrund hat genug Werbekunden aus der Porno...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ENERTRAG Aktiengesellschaft, Dauerthal, Berlin, Edemissen
  2. DATAGROUP Köln GmbH, Starnberg bei München
  3. CAL Consult GmbH, Nürnberg
  4. Schwarz IT Infrastructure & Operations Services GmbH & Co. KG, Neckarsulm


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 16,99€ (ohne Prime bzw. unter 29€ Einkauf + 3€ Versand)
  2. (u. a. Reign, Person of Interest, Gossip Girl, The Clone Wars)
  3. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)

Folgen Sie uns
       


  1. Digital Paper DPT-RP1

    Sonys neuer E-Paper-Notizblock wird 700 US-Dollar kosten

  2. USB Typ C Alternate Mode

    Thunderbolt-3-Docks von Belkin und Elgato ab Juni

  3. Sphero Lightning McQueen

    Erst macht es Brummbrumm, dann verdreht es die Augen

  4. VLC, Kodi, Popcorn Time

    Mediaplayer können über Untertitel gehackt werden

  5. Engine

    Unity bekommt 400 Millionen US-Dollar Investorengeld

  6. Neuauflage

    Neues Nokia 3310 soll bei Defekt komplett ersetzt werden

  7. Surface Studio

    Microsofts Grafikerstation kommt nach Deutschland

  8. Polar

    Fitnesstracker A370 mit Tiefschlaf- und Pulsmessung

  9. Schutz

    Amazon rechtfertigt Sperrungen von Marketplace-Händlern

  10. CPU-Architektur

    RISC-V-Patches für Linux erstmals eingereicht



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Quantencomputer: Nano-Kühlung für Qubits
Quantencomputer
Nano-Kühlung für Qubits
  1. IBM Q Mehr Qubits von IBM
  2. Quantencomputer Was sind diese Qubits?
  3. Verschlüsselung Kryptographie im Quantenzeitalter

Tado im Langzeittest: Am Ende der Heizperiode
Tado im Langzeittest
Am Ende der Heizperiode
  1. Speedport Smart Telekom bringt Smart-Home-Funktionen auf den Speedport
  2. Tapdo Das Smart Home mit Fingerabdrücken steuern
  3. Mehr Möbel als Gadget Eine Holzfernbedienung für das Smart Home

Blackberry Keyone im Test: Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
Blackberry Keyone im Test
Tolles Tastatur-Smartphone hat zu kurze Akkulaufzeit
  1. Blackberry Keyone kommt Mitte Mai
  2. Keyone Blackberrys neues Tastatur-Smartphone kommt später
  3. Blackberry Keyone im Hands on Android-Smartphone mit toller Hardware-Tastatur

  1. Re: Teure und nur eingeschränkt nutzbare Spielerei

    WonderGoal | 16:29

  2. Re: Warum überhaupt VLC nutzen

    __destruct() | 16:27

  3. Re: Preis für was?

    WonderGoal | 16:24

  4. Re: Itx gehäuse immer teurer?

    mgra | 16:24

  5. Re: Gutes Konzept... schrottiges OS, und dann 4000¤

    Kleba | 16:23


  1. 10:10

  2. 09:59

  3. 09:00

  4. 18:58

  5. 18:20

  6. 17:59

  7. 17:44

  8. 17:20


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel