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Weniger Extras im Auto: Mercedes Light dank Chipkrise

Mercedes ist von der Chipkrise so stark betroffen, dass Kunden ihre Fahrzeuge nicht erhalten können, wenn sie nicht auf Extras verzichten.
/ Andreas Donath
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Front Mercedes EQS (Bild: Mercedes Benz)
Front Mercedes EQS Bild: Mercedes Benz

Der Daimler-Konzern hat ein großes Problem: Weil Chips für Fahrzeugfunktionen fehlen, können viele Mercedes Benz eigentlich nicht ausgeliefert werden. Der Autohersteller bietet zahllose Extras für seine Fahrzeuge an, die in vielen Fällen mit Elektronikeinsatz verbunden sind. Um nun trotzdem Autos verkaufen zu können, will Daimler auch Fahrzeuge in Minimalausstattung anbieten, die natürlich auch günstiger sein werden, berichtet der Focus(öffnet im neuen Fenster) .

Mercedes Benz verkaufte(öffnet im neuen Fenster) im abgelaufenen Quartal 428.361 Autos – und damit 30,2 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Andere Hersteller produzieren in der Krise Autos, die nicht ausgeliefert werden können, weil ihnen wichtige Funktionen noch fehlen. Diese werden, wenn Chips vorhanden sind, nachgerüstet und kommen dann erst zum Kunden. Auch Mercedes lagert Autos zwischen. Dies dürfte vor allem der Fall sein, wenn Funktionen nicht mehr nachträglich eingebaut werden können.

Wer bereits einen Mercedes mit einer Ausstattung gekauft hat, die es derzeit nicht gibt, kann natürlich auch vom Kauf zurücktreten oder warten. Ein Medienbericht, nachdem Kunden das vergünstigte Angebot annehmen müssen, bei dem das Fahrzeug weniger Extras enthält, wurde von Daimler zurückgewiesen. Die Nachrüstung von fehlenden Funktionen bietet Mercedes dem Bericht nach nur in Fällen an, bei denen ein Einbau wirtschaftlich vertretbar ist. Welche Extras betroffen sind, geht aus dem Bericht nicht hervor.


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