Weniger Defekte: Biegsame iPhones und iPads von Apple patentiert

Apple hat in den USA ein Patent mit dem Namen Flexible Eletronic Devices zugesprochen bekommen, das aufräumt mit verwindungssteifen Smartphones und Tablets. Stattdessen sollen flexible Komponenten verbaut werden, die es ermöglichen, das iPhone oder iPad zu biegen oder gar zu falten. Dieses Konzept soll schwere Schäden bei Stürzen minimieren. Ein herunterfallendes iPhone oder das Setzen auf ein iPad hätten dann keinen Bruch des Gehäuses oder des Displays mehr zur Folge. Auch als Eingabefunktion wäre das Biegen eines Geräts nutzbar. Bei Spielen könnte zum Beispiel das Verbiegen einen Befehl auslösen. Bei allgemeinen Bedienungsfunktionen ließe sich durch das Zusammenfalten oder Verbiegen die Hardware ein- und ausschalten.
Der Aufbau der Geräte solle schichtweise erfolgen, erklärt Apple in seiner Patentschrift. Platinen, Displays, aber auch Akkus sollen sich dem ganz oder zumindest teilweise anpassen. Apple führt diverse Materialien auf, die dabei verwendet werden könnten. Neben Kunststoff könnten auch flaches Glas, Stoffe und Silikone oder Karbon eingesetzt werden.
Apple hatte seine Patentanmeldung schon Ende September 2011 eingereicht und erhielt erst jetzt das Patent 8,929,085(öffnet im neuen Fenster) zugesprochen.
Ob Apple jemals flexible iPhones oder iPads auf den Markt bringen wird, lässt sich aus der Patentgewährung nicht herauslesen: Apple patentiert wie viele andere Firmen auch Erfindungen, die niemals auf den Markt kommen.
LG hatte auf der CES 2015 jüngst das Smartphone G Flex 2 vorgestellt, das leicht biegbar ist. Auch der Akku ist gebogen. Eine besondere Funktion erfüllt die Biegefähigkeit bei LG allerdings nicht.



