Weniger Aufwand: Elektroautos sollen in Deutschland 114.000 Jobs kosten

Nach einem Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung könnten in Deutschland durch die Elektromobilität bis 2035 rund 114.000 Arbeitsplätze verloren gehen.

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Geplante Elektroautos von Volkswagen
Geplante Elektroautos von Volkswagen (Bild: Volkswagen)

Elektromotoren sind weniger aufwendig zu bauen als Verbrennungsmotoren. Diese Tatsache ist seit Jahren bekannt, doch die Auswirkungen auf die Arbeitsplätze könnten deutlich drastischer sein als der Wegfall von einigen Arbeitsstellen für Motorenentwickler. Nach einem Forschungsbericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) (PDF) könnten in Deutschland bis 2034 rund 114.000 Arbeitsplätze ersatzlos wegfallen, wenn 2035 der Elektroautoanteil bei 23 Prozent liegt. Das ist keineswegs ein unrealistisches Szenario.

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Darin einberechnet sind der Wegfall von 83.000 Arbeitsplätzen im Fahrzeugbau sowie weitere 30.000 Jobs in anderen Branchen, die durch sekundäre Effekte nicht mehr zu halten sind. Besonders betroffen sind nicht etwa Niedriglöhner, sondern Fachkräfte. Wie stark sich das Elektroauto durchsetzt, sei ein entscheidender Faktor, was den Arbeitsplatzverlust angeht, so die Forscher. Auch die Fraunhofer-Gesellschaft hat in einem Forschungsbericht ein ähnliches Szenario gezeichnet und mit einem Verlust von 75.000 bis 109.000 Arbeitsplätzen aufgewartet.

Die positiven Effekte der Elektromobilität auf die Beschäftigung sehen die beiden Forschergruppen recht unterschiedlich. Während das IAB erwartet, dass 16.000 neue Stellen entstehen, wenn zum Beispiel Ladesäulen aufgebaut werden müssen, gehen die Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft davon aus, dass es 25.000 neue Jobs geben wird.

In der Realität sorgen Elektroautos schon bald für Jobverluste. Weil die VW-Werke Emden und Hannover auf Elektroautos umgestellt werden, müssen Mitarbeiter gehen - vorläufig nur in Emden. VW bietet dafür unter anderem Altersteilzeit an. Mitarbeiter mit befristeten Arbeitsverträgen sollen recht kurzfristig am Standort nicht mehr benötigt werden. Ihnen sollen Angebote im Konzern gemacht werden. Das betrifft 500 Personen in Emden.

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Der Direktor des Instituts für Automobilwirtschaft, Willi Diez, befürchtete schon 2015 in einem Interview mit der Zeitschrift Auto, Motor und Sport einen massiven Arbeitsplatzabbau in der deutschen Autoindustrie, weil bei Elektroautos ungefähr ein Drittel der Wertschöpfung wegfalle. Elektroautos benötigen weit weniger Teile, weil der Verbrennungsmotor und seine Nebenaggregate wegfallen.

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plutoniumsulfat 09. Dez 2018

Jeder für sich selbst!

Bembelzischer 07. Dez 2018

Aus meiner Sicht gewinnt der, dem zuerst gelingt einen vernünftigen Feststoffakku zu...

plutoniumsulfat 07. Dez 2018

Was meinst du, wie viel Strom das braucht? Und welcher Wagen das alles hat und nutzt?

norbertgriese 06. Dez 2018

Die arme Firma VW verklagen, obwohl die nicht mehr als alle anderen geschummelt hat. Und...

Anonymer Nutzer 06. Dez 2018

Ja, die Autos werden tatsächlich günstiger in der Produktion. Nein, das "zu viele" Geld...



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