Weniger AMD-Karten: MSI priorisiert Nvidia-Grafikkarten

MSI hat gegenüber Hardwareluxx(öffnet im neuen Fenster) erklärt, dass der Hersteller in Zukunft den Fokus auf Nvidia-Geforce-Grafikkarten legen wird und diese bevorzugt behandelt. Das bedeutet allerdings nicht, dass es gar keine AMD-Karten mehr geben wird, die Zusammenarbeite mit AMD sei " essenziell und sehr relevant "; besonders die Zusammenarbeit bei Mainboards für AMD-Prozessoren sieht MSI eine positive Entwicklung.
Die Verfügbarkeit von MSI-Grafikkarten mit AMD-Radeon-GPUs nahm zuletzt sowohl in Europa als auch in Australien stark ab, während in den USA Rabattaktionen laufen, die auf den Wunsch des Herstellers hindeuten, bestehendes Inventar schnell loszuwerden. MSI hat bislang nur vier Modelle auf Basis von AMDs RDNA-3-Architektur auf den Markt gebracht.
Die Radeon RX 7800 XT und RX 7700 XT hat der Hersteller gar komplett ausgelassen, offenbar befinden sich auch keine derartigen Grafikkarten in Planung. Gerade im Preisbereich zwischen 300 und 500 Euro ist das ungewöhnlich, denn hier werden für gewöhnlich die meisten Grafikkarten verkauft. Laut Videocardz(öffnet im neuen Fenster) hat MSI 147 Geforce-Grafikkarten im Sortiment – der Fokus des Herstellers wird damit offensichtlich.
MSI ist nicht allein
Wenn man andere Hersteller betrachtet, ist MSI keinesfalls der einzige Hersteller, der Nvidia-Karten priorisiert. Auch bei Asus kommen auf 100 Geforce-RTX-40 nur 19 RX-7000-Grafikkarten, bei Gigabyte sind es 86 zu 12 Modelle. Lediglich traditionelle AMD-Boardpartner wie Sapphire, Powercolor und XFX bilden eine Ausnahme – sie bauen ausschließlich AMD-Grafikkarten.
Schaut man sich die Verteilung der Hersteller in der Steam-Hardwareumfrage(öffnet im neuen Fenster) an, wird schnell klar, warum viele Hersteller geringeres Interesse an AMD-Grafikkarten haben. Der Marktanteil von Nvidia ist um ein Vielfaches höher, die verkauften Stückzahlen der Radeon-RX-7000-Generation dürften demnach für eine breite Produktpalette schlicht nicht ausreichen. Gerüchten zufolge soll AMD für die RDNA-4-Generation keine High-End-GPUs planen, was angesichts der erfolgreichen Polaris-Serie (Radeon RX 400/500) kein Nachteil sein muss.



