Weltwirtschaftsforum: Microsoft zahlt rund eine Million für Nähe zu Trump in Davos

Microsoft zahlt bis zu einer Million US-Dollar für das Sponsoring eines Ortes, an dem sich US-Präsident Donald Trump beim Weltwirtschaftsforum in Davos(öffnet im neuen Fenster) aufhält. Das berichtet die britische Financial Times(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf zwei Insider. Der Veranstaltungsort in einer kleinen Kirche in dem Schweizer Skiort biete Konzernen die Möglichkeit, "die US-Delegation in Davos zu unterstützen" und ihre Marke "globalen Entscheidungsträgern" zu präsentieren und dort Reden zu halten, heißt es vom Veranstalter USA House.
Weiter haben sich der Krypto-Zahlungsabwickler Ripplenet, Enterprise KI-Anbieter C3.ai und die Unternehmensberatung McKinsey für das Sponsoring angemeldet. Die US-Bank JPMorgan Chase wurde laut dem Bericht als Sponsor angefragt. Der Veranstalter erklärt: "Das USA House dient als offizieller US-amerikanischer Veranstaltungsort beim Weltwirtschaftsforum in Davos 2026 und als Plattform für hochrangige Regierungsvertreter, internationale Führungskräfte, Innovatoren und strategische Partner. Die Teilnahme als Sponsor oder Redner erfolgt auf Bewerbung und unterliegt einer Prüfung. Die Einreichung einer Bewerbung garantiert keine Teilnahme."
Das USA House wird von dem Lobbyisten und Netzwerker Richard Stromback geführt, dessen Firma Stromback Global(öffnet im neuen Fenster) behauptet, Milliardäre, Politiker und Könige zusammenzubringen.
Elitenthemen: AI, Weltraumfahrt und Lebensverlängerung
Die Veranstaltungen des USA House finden größtenteils in einer kleinen Kirche aus den 1880er Jahren statt, die sich in direkter Nähe zum Sicherheitsbereich des Forums befindet. Themen der dortigen Summits(öffnet im neuen Fenster) sind AI, digitale Vermögenswerte, Bodenschätze und Energie, Weltraumfahrt sowie Gesundheit- und Lebensverlängerung.
Trump wird wieder persönlich zum Weltwirtschaftsforum (WEF) nach Davos reisen, das vom 19. bis 23. Januar 2026 stattfindet. Nachdem er 2025 – kurz nach seiner Amtseinführung – nur per Video zugeschaltet war, wird er 2026 wieder vor Ort sein. Es ist nach 2018 und 2020 sein dritter Besuch in Davos.



