Unfälle häufen sich
In China führten Xiaomi-SU7-Unfälle im März und Oktober 2025 zu je drei Toten bei Bränden nach Kollisionen. Chinesische Statistiken zeigen einen 47-prozentigen Anstieg(öffnet im neuen Fenster) türgriffbezogener Vorfälle im Jahr 2024. In 82 Prozent dieser Fälle waren versteckte Griffe involviert. Nicht nur in China häufen sich die Vorfälle. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA erhielt über 140 Beschwerden zu Tesla-Türgriffen(öffnet im neuen Fenster) .
Millionen-Umrüstung steht bevor
Tesla ist am stärksten betroffen. Alle Modelle verwenden versteckte Türgriffe. Design-Chef Franz von Holzhausen bestätigte bereits im September 2025(öffnet im neuen Fenster) , dass Tesla an einem kombinierten System aus elektronischem und mechanischem Öffnungsmechanismus arbeite.
Auch chinesische Hersteller wie BYD, NIO, Xpeng, Li Auto, Xiaomi und Geely müssen ihre Designs anpassen. BYD verwendet beim Seal 06(öffnet im neuen Fenster) bereits traditionelle Griffe. Internationale Marken wie BMW, Mercedes-Benz, Volkswagen, Hyundai, Kia, Ford und Rivian sind ebenfalls betroffen. Die Umrüstungskosten werden laut einem Bericht von Techcrunch auf 100 Millionen Yuan(öffnet im neuen Fenster) pro Modell geschätzt – umgerechnet 12 Millionen Euro. Das könnte dem Bericht nach die Fahrzeugpreise um ein bis zwei Prozent erhöhen.
China wird zum Regelsetzer
Die neue Verordnung fordert: Alle Türen müssen mechanisch entriegelt werden können, sowohl von innen als auch von außen. Außengriffe benötigen eine Mindestgriffgröße von 60 x 20 x 25 Millimetern und müssen eine Belastbarkeit von mindestens 500 Newton aufweisen. Bei Unfällen müssen Türen auf der nicht-verunfallten Seite ohne Werkzeuge manuell geöffnet werden können.



