Weltraumtourismus: Virgin Galactic bereitet kommerzielle Raumflüge vor

Es soll der erste Schritt zur Aufnahme des kommerziellen Weltraumtourismus sein: Virgin Galactic verlegt seinen Firmensitz in den Spaceport America in New Mexico. Spätestens Ende 2019 will Gründer Richard Branson vor dort aus ins All fliegen.

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VMS Eve klinkt VSS Unity aus: schwerelos am Scheitelpunkt.
VMS Eve klinkt VSS Unity aus: schwerelos am Scheitelpunkt. (Bild: Virgin Galactic/Screenshot: Golem.de)

Jetzt aber wirklich, oder ist das nur die nächste Ankündigung? Richard Bransons Raumfahrtunternehmen verlegt seinen Sitz von Kalifornien in die Wüste von New Mexico. Von dort aus sollen die kommerziellen Flüge in den Weltraum stattfinden.

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2011 bereits hatte Virgin Galactic in Upham im US-Bundesstaat New Mexico den Spaceport America fertiggestellt. Dorthin ziehen bis zum Sommer über 100 Mitarbeiter um. Außerdem wird die Flotte des Unternehmens dorthin verlegt. Das Trägerflugzeug Whiteknight Two VMS Eve und das Spaceship Two VSS Unity sind derzeit noch am Flughafen Mojave Air and Space Port im US-Bundesstaat Kalifornien stationiert.

Das Entwicklungs- und Testprogramm von Virgin Galactic sei inzwischen so weit fortgeschritten, dass Personal und Fluggeräte zur Zentrale des kommerziellen Betriebs in New Mexico umgezogen werden könnten, teilte Virgin Galactic mit. VMS Eve und VSS Unity sollen am Spaceport America ihre letzten Testflüge absolvieren, bevor das kommerzielle Raumfahrtprogramm startet.

Virgin-Galactic-Chef George Whitesides kündigte an, das Unternehmen wolle in den kommenden zwölf Monaten seinen regulären Betrieb aufnehmen. Branson sagte, er hoffe, spätestens Ende kommenden Jahres in den Weltraum zu fliegen. Der Gründer hatte 2011 angekündigt, er und seine beiden Kinder Sam und Holly werden die ersten Passagiere sein.

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Das Konzept sieht vor, dass das Trägerflugzeug VMS Eve das Raketenflugzeug VSS Unity bis in eine Höhe von etwa 13.400 Metern Höhe bringt und dort ausklinkt. VSS Unity zündet dann sein Raketentriebwerk und steigt bis auf etwa 90 Kilometer Höhe auf. Am Scheitelpunkt können die Weltraumtouristen einige Minuten lang schwerelos durch die Kabine schweben und den Blick auf die Erde genießen. Dann wird VSS Unity zur Erde zurückgleiten.

Ursprünglich wollte Virgin Galactic sein kommerzielles Raumfahrtprogramm bereits 2012 aufnehmen. Doch verzögerte sich die Entwicklung des Raumfahrzeugs. Das Unternehmen testete den Gleitflug im Jahr 2010. Doch erst 2013 flog das Raumschiff mit dem Raketentriebwerk. 2014 stürzte es bei einem Testflug ab. Dabei starb der Pilot.

Das neue Spaceship funktionierte nicht einwandfrei

Zwei Jahre später stellt Virgin Galactic das neue Raumschiff, VSS Unity, vor, das im April 2018 erstmals mit Raketentriebwerken getestet wurde. Der Test verlief jedoch nicht problemlos. Anfang des Jahres war bei einem Testflug neben den Piloten erstmals eine Passagierin an Bord: Beth Moses, leitende Astronautentrainerin bei Virgin Galactic, flog mit.

Etwa anderthalb Stunden soll der Ausflug mit der VSS Unity an die Grenze des Weltalls dauern. Er soll 250.000 US-Dollar kosten. Über 600 Interessenten haben bereits einen reserviert und eine Anzahlung dafür geleistet. Darunter sind der Schauspieler Leonardo DiCaprio und der Sänger Justin Bieber.

Strittig ist noch, ob Virgin Galactic tatsächlich bin in den Weltraum aufsteigt: Als Grenze zum Weltraum gilt die Kármán-Linie in 100 Kilometern Höhe. Nach der Definition des US-Militärs liegt die Grenze 20 Kilometer niedriger. Die Fédération Aéronautique Internationale (Internationale Aeronautische Vereinigung, FAI) erwägt ebenfalls eine Festlegung bei 80 Kilometern.

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