Weltraumtourismus: SpaceX zeigt riesiges Bullauge für die zivile Raumfahrt
SpaceX zeigt auf Twitter, wie der Blick ins All auf der zivilen Inspiration4-Mission durch eine Glaskuppel möglich werden soll.
Das private Raumfahrtunternehmen SpaceX soll am 15. September die ersten vier zivilen Astronauten ins All fliegen. Dafür wird die Raumkapsel Crew Dragon mit einer riesigen Glaskuppel ausgestattet. Bereits im März 2021 enthüllte der SpaceX-Gründer Elon Musk dazu ein erstes Foto auf Twitter. Später schrieb er: "Wahrscheinlich fühlt man sich am meisten 'im Weltraum', wenn man sich in einer Glaskuppel befindet."
Das Bild zeigt die Crew-Dragon mit aufgeklappter Spitze, an der sich normalerweise die Andockstelle für Flüge zur Internationalen Raumstation ISS befindet. Dahinter befindet sich nun eine Glaskuppel - die auf dem damaligen Foto aber nur spärlich zu erkennen war. Da die Inspiration4-Mission frei in der Umlaufbahn bleiben soll und die ISS nicht besuchen wird, war ihre Andockstelle für den privaten Raumflug nicht erforderlich.
Die neuen Fotos vom Inspiration4-Team zeigen nun, wie die zukünftigen zivilen Astronauten aus dem Bullauge herausblicken. "Ein Blick auf die Dragon-Kuppel, die unseren Inspiration4-Astronauten einen unglaublichen Blick auf die Erde aus dem Orbit bieten wird", heißt es in dem Tweet.
A look at Dragon's Cupola, which will provide our Inspiration4 astronauts with incredible views of Earth from orbit! The crew visited the flight-hardware Cupola in California before it was shipped to Florida for integration with Dragon Resilience. pic.twitter.com/9ivMZrS1ip
— Inspiration4 (@inspiration4x) September 1, 2021
Die Fotos seien bei einem Besuch der "Flug-Hardware Cupola in Kalifornien" gemacht worden, bevor die Kuppel "zur Integration in Dragon Resilience nach Florida verschifft wurde", heißt es weiterhin. Neben dem großen Fenster mit 360-Grad-Blick befinden sich noch weitere Fenster am Raumschiff. Diese sind jedoch weitaus kleiner und liegen flach an der Seite der Kapsel.
Die zivile Mission Inspiration4
Bei der Inspiration4-Mission handelt es sich um einen rein zivilen Flug. Finanziert wird die Mission von dem US-Unternehmer und Milliardär Jared Isaacman. Er ist der Gründer von Shift4 Payments, einem Unternehmen für Zahlungsverarbeitungen. Mit ihm wird die Geowissenschaftlerin und Wissenschaftskommunikatorin Sian Proctor mitfliegen, die die Mission als Pilotin leiten wird. Als Missionsspezialisten werden der Dateningenieur Chris Sembroski sowie die Arztassistentin Hayley Arceneaux vom Kinderkrankenhaus St. Jude mitfliegen. Arceneaux überlebte übrigens eine Knochenkrebserkrankung im Kindesalter. Mit der Inspiration4-Mission möchte Isaacman auch auf die Spendensammlung für das besagte Kinderkrankenhaus St. Jude aufmerksam machen.
Proctor und Sembroski wurden während einer globalen Ausschreibung für die Mission ausgewählt. Geplant ist dabei, dass die Crew drei Tage lang im Erdorbit auf etwa 590 km verbleibt. Die Mission unterscheidet sich daher von den vergangenen Flügen Blue Origin und Virgin Galactic, die jeweils nur einige Minuten lang im Weltraum schwebten.
Die Crew hat laut Inspiration4 die letzten sechs Monate mit einer Vielzahl von Trainingsaktivitäten verbracht. Dazu gehörten Zentrifugentraining, Training in der Schwerelosigkeitsebene, Beobachtungen anderer SpaceX-Startvorgänge, Höhentraining und zusätzliche Unterrichts-, Simulations- und medizinische Tests sowie Dragon-Simulationen.
Launch-Termin für Inspiration4
Der Launch soll laut Inspiration4 und SpaceX am 15. September ab zwei Uhr nachts (MESZ) erfolgen. Ein Ersatztermin ist für den 16. September, ebenfalls ab zwei Uhr nachts, vorgesehen. Gestartet wird vom historischen Launchkomplex 39A am Kennedy Space Center in Cape Canaveral - von dem bereits die Apollo-Astronauten aufgebrochen waren.
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Zitat: Wahrscheinlich fühlt man sich am meisten 'im Weltraum', wenn man sich in einer...
Wobei der Flug länger dauert als ein paar Minuten. Da würden sich die Vorbereitungen...
Ich freue mich diese Entwicklung des Spacetourismus miterleben zu dürfen. Habe als Kind...
Das wäre mir neu, bei den Sowjets und später den Russen ist das anders, aber die sind ja...