Weltraumtourismus: Nasa bietet zweiwöchige Aufenthalte auf der ISS an

Die Nasa will den Trend zum Weltraumtourismus weiter vorantreiben und ermöglicht Zahlungswilligen künftig einen zweiwöchigen Urlaub auf der ISS.

Artikel veröffentlicht am , Manuel Bauer
Der etwas andere Ferienflieger: Die Nasa ermöglicht Urlaub auf der ISS.
Der etwas andere Ferienflieger: Die Nasa ermöglicht Urlaub auf der ISS. (Bild: Nasa via Getty Images)

In den kommenden zwei Jahren will die US-Raumfahrtbehörde Nasa ihr Angebot für Weltraumtourismus um zweiwöchige Aufenthalte auf der Internationalen Raumstation ISS erweitern. Im Herbst 2022 und im Sommer 2023 sollen interessierte Privatpersonen laut der Website The Register jeweils für 14 Tage an Bord der Station leben - das nötige Kleingeld vorausgesetzt.

Den Transport ins All und zurück zur Erde sollen private Unternehmen übernehmen. Die Nasa strebt laut Bericht entsprechende Kooperationen an. Mit wem genau, ist nicht bekannt. Die Raumfahrtbehörde selbst kümmert sich um die Logistik und die Versorgung der Weltraumtouristen mit Lebensmitteln und anderen lebensnotwendigen Ressourcen.

Die privaten Hobby-Raumfahrer leben an Bord der ISS unter den gleichen Bedingungen wie die professionellen Astronauten. Denen dürfen sie allerdings bei der Arbeit nicht in die Quere kommen. Wie genau die Alltagsgestaltung des Weltraumurlaubs aussieht, bleibt daher unklar. Fest steht: Es wird teuer.

Mindestens 10 Millionen US-Dollar pro Person

Die Basiskosten für den zweiwöchigen Aufenthalt an Bord der ISS belaufen sich auf 5,2 Millionen US-Dollar. Weitere 4,8 Millionen US-Dollar ruft die Nasa für die Organisation und Durchführung der Mission auf, so dass der gesamte Aufenthalt mit einem Preis von mindestens 10 Millionen US-Dollar zu Buche schlägt.

In den Kosten enthalten sind etwa 2.000 US-Dollar pro Tag für Astronautennahrung und Getränke sowie 1.500 US-Dollar pro Tag für Kleidung, Schlafsäcke und ähnliche Annehmlichkeiten. Allein für die Müllentsorgung fallen pro Kilogramm 20.000 US-Dollar an. Ebenfalls inklusive: 12 GByte Datenvolumen pro Tag, um Fotos, Videos und E-Mails an die Daheimgebliebenen auf der Erde zu schicken.

Mit den Einnahmen aus dem Weltraumtourismus will die Nasa ihre eigenen Wissenschaftsmissionen im All finanzieren. Langfristig sei es das Ziel, ein florierendes, vom privaten Sektor angetriebenes Wirtschaftssystem in der niedrigen Erdumlaufbahn zu etablieren. Dadurch ließen sich die Kosten für die geplanten Mond- und Marsmissionen drücken.

Weltraumtourismus liegt im Trend

Das Geschäft mit dem Weltraumtourismus zieht gegenwärtig stark an. Bereits 2019 öffnete die Nasa die ISS für private und kommerzielle Besucher. Im Januar 2022 fliegt das Unternehmen Axion Space in Kooperation mit SpaceX private Passagiere für acht Tage auf die Raumstation. Am 20. Juli 2021 startet Amazon-Gründer Jeff Bezos gemeinsam mit seinem Bruder und einem privaten Passagier in der New-Shepard-Rakete des Unternehmens Blue Origin für einen kurzen Abstecher in den Orbit.

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Dwalinn 16. Jun 2021

Ohne die Schwerelosigkeit würde ich wahrscheinlich nichtmal den Unterschied zu einen hoch...

Kurtschatow 16. Jun 2021

Vor allem die 27m für den Starhope mit Bezos. Konkurrenz zustört die Mitbewerber?

xSureface 16. Jun 2021

selbst wenn die ISS unter den Satelliten fliegen würde, wär das noch nicht Optimal. Je...

chefin 16. Jun 2021

eine Rakete mit 15t Nutzlast kostet 62 Millionen (Falcon 9 wiederverwendbar). Das sind...



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