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Weltraumtourismus: Ballonausflug in die Stratosphäre

Ausflüge in die oberen Schichten der Atmosphäre will das US-Unternehmen World View anbieten. Ein Ballon wird die Gondel mit dem Höhentouristen hinaufbringen. Losgehen soll es 2016.

Artikel veröffentlicht am ,
Blick vom Ballon: zwei Stunden in der Stratosphäre
Blick vom Ballon: zwei Stunden in der Stratosphäre (Bild: World View)

Virgin Galactic bekommt Konkurrenz: Das Unternehmen World View aus Tucson im US-Bundesstaat Arizona will touristische Flüge in die oberen Schichten der Atmosphäre anbieten. Allerdings werden die Mitreisenden nicht in einem Raketenflugzeug, sondern in einem Ballon aufsteigen.

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Die Passagiere nehmen in einer Gondel Platz, die von dem britischen Unternehmen Priestmangoode gestaltet wird. Zwei bis sechs zahlende Insassen finden darin Platz, dazu kommen zwei Mann Besatzung. Ein mit Helium gefüllter Ballon bringt die Gondel in die Höhe.

Blaue Kugel vor Schwarz

Gut anderthalb Stunden soll der Aufstieg dauern. Bis ins Weltall wird es jedoch nicht gehen: Die Grenze zum Weltraum befindet sich definitionsgemäß 100 Kilometer über der Erde. Der Ballon wird jedoch nur etwa 30 Kilometer hoch aufsteigen. Aus dieser Höhe könnten die Mitreisenden die Erde schon als Kugel in der Schwärze des Alls sehen, erklärt World-View-Chefin Jane Poynter.

Gut zwei Stunden lang soll der Ballon in der Stratosphäre schweben. In der Zeit können die Passagiere durch die Fenster den Blick auf die Erde genießen. Dann geht es wieder abwärts: Zunächst lässt der Pilot Helium aus dem Ballon ab, wodurch die Gondel zu sinken beginnt. In einer bestimmten Höhe wird der Ballon abgetrennt. Ein Fallschirm, der zwischen Gondel und Ballon angebracht und ständig aufgespannt ist, lässt die Gondel sanft absteigen. Insgesamt soll der Ausflug in die obere Schichten der Atmosphäre fünf bis sechs Stunden dauern.

Test mit Prototyp

Kürzlich veranstaltete World View einen ersten Testflug: Der Prototyp der Kapsel stieg an einem mit Helium gefüllten Ballon bis in eine Höhe von etwa 32 Kilometern auf. Er sank dann bis auf etwa 15 Kilometer ab, wurde ausgeklinkt und kam an einem Fallschirm zurück zur Erde. Der Test in Roswell im US-Bundesstaat New Mexico sei der erste gewesen, bei dem alle Komponenten zusammen getestet worden seien, erklärte das Unternehmen.

Die kommerziellen Flüge will World View im Jahr 2016 beginnen. Ein Aufstieg in dem Ballon soll 75.000 US-Dollar kosten und kann bereits vorbestellt werden. Das ist verglichen mit einem Flug mit Virgin Galactic günstig: Das von dem britischen Geschäftsmann Richard Branson gegründete Unternehmen verlangt 250.000 US-Dollar.

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AndyMt 03. Jul 2014

Ja leider - und dank des "Helium Privatisation Act" von 1966 verticken die USA das Gas...

jo-1 03. Jul 2014

genauso ist es - ich würde lieber die 75 k EUR ausgeben mit 2 h gucken (und Photos...

The_Soap92 02. Jul 2014

Ein Spass wird es bestimmt nicht, aus 30 km mit nem Ballon in die Tiefe zu stürzen. Aber...

plutoniumsulfat 02. Jul 2014

Wie bleibt der Fallschirm den ständig aufgespannt, wenn die ganze Konstruktion nicht fällt?


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