Weltraumteleskop: James Webb erreicht Zielorbit

Die Beobachtung des Ursprungs des Weltalls kann beginnen - das Weltraumteleskop James Webb dürfte erste Daten aber erst in Monaten liefern.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Künstlerische Darstellung des JWST im All
Künstlerische Darstellung des JWST im All (Bild: Nasa)

Rund einen Monat nach dem Start ins All hat das Weltraumteleskop James Webb (JWST) nach Angaben der US-Raumfahrtbehörde Nasa seinen Zielorbit erreicht. "Webb, willkommen zu Hause", sagte Nasa-Chef Bill Nelson. Das Teleskop habe am Montag (Ortszeit) zum Abschluss der letzten Kurskorrektur für fast fünf Minuten die Triebwerke angeworfen und den sogenannten zweiten Lagrange-Punkt (L2) in knapp 1,5 Millionen Kilometern Entfernung von der Erde erreicht. Mit dem gemeinsam von Weltraumbehörden in Europa, den USA und Kanada gebauten Teleskop sollen die ältesten Galaxien des Weltalls erkundet werden.

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James Webb war am 25. Dezember 2021 an Bord einer Ariane-Trägerrakete vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana ins All gestartet. Während des rund vier Wochen langen Fluges wurden unter anderem der Sonnenschutz des Teleskops aufgespannt und die Spiegelsysteme ausgefahren. Wissenschaftler erhoffen sich von den Aufnahmen unter anderem Erkenntnisse über die Zeit nach dem Urknall vor rund 13,8 Milliarden Jahren.

  • Flugbahn und Orbit des JWST (Bild: Steve Sabia/NASA Goddard)
Flugbahn und Orbit des JWST (Bild: Steve Sabia/NASA Goddard)

Erste Daten und Bilder des Teleskops werden frühestens im Sommer erwartet. "Wir sind der Enthüllung der Geheimnisse des Universums einen Schritt näher gekommen", sagte Nelson nun. Er könne es kaum erwarten, im Sommer Webbs erste neue Ansichten des Universums zu sehen. Das James-Webb-Weltraumteleskop wurde laut Betreiberangaben rund 30 Jahre lang entwickelt und kostete etwa 10 Milliarden Dollar (8,8 Milliarden Euro). Es folgt auf das Teleskop Hubble, das seit mehr als 30 Jahren im Einsatz ist.

Das JWST nimmt Bilder im Infrarotbereich auf, während Hubble das sichtbare Spektrum abdeckt. Besonders weit entfernte Sterne und Galaxien strahlen in diesem langwelligen Spektrum, da ihr weißes Licht durch die Raumzeitausdehnung gestreckt wurde. Reflektiert wird das Licht durch einen 6,5 Meter großen Spiegel mit vergoldeter Oberfläche. Das JWST kann so Wellenlängen im Bereich von 0,6 bis 28 Mikrometern untersuchen. Neben weit entfernten Galaxien soll das Teleskop etwa auch Atmosphärenkompositionen von Exoplaneten und auch möglicherweise unentdeckte Teile unseres eigenen Sonnensystems erkunden.

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