Weltraumteleskop: Hubble vor dem Absturz und vor der Ablösung

Laut Daily Galaxy(öffnet im neuen Fenster) droht das Missionsende des Weltraumteleskops Hubble womöglich früher als geplant. Verwiesen wird auf die öffentlich zugänglichen Positionsdaten(öffnet im neuen Fenster) des Teleskops im Orbit, die zeigen, dass sich das Absinken von Hubble beschleunigt.
Es befindet sich mittlerweile 480 km über der Erdoberfläche, 130 km tiefer als zu Missionsbeginn 1990. Sinkt es unter 400 km, soll es nicht mehr möglich sein, die Umlaufbahn wieder zu stabilisieren.
Mehrere Faktoren kommen zusammen
Das derzeit starke Absinken von Hubble hängt mit erhöhter Sonnenaktivität zusammen, die periodisch alle 11 Jahre auftritt und sämtliche Satellitenbahnen in dieser geringen Höhe beeinflusst. Allerdings beschleunigt sich der Wiedereintritt zusätzlich, je niedriger der Orbit ist.
Angehoben wurde das Weltraumteleskop schon dreimal. Dafür waren jeweils Space Shuttles im Einsatz, die jedoch bereits seit 2011 außer Dienst gestellt sind. Seitdem gab es keine weiteren Missionen. Zwar finden sich Ideen, die Umlaufbahn wieder anzuheben, aber konkrete Pläne haben sich daraus noch nicht entwickelt.
Bleibt es dabei und nehmen die Sonnenaktivitäten nicht deutlich ab, könnte die kritische Höhe von 400 km bereits in 4 Jahren erreicht sein, unterhalb derer ein Wiedereintritt unausweichlich sein soll.
Wissenschaftlicher Stellenwert ist hoch
Trotz eines Alters von über 35 Jahren liefert Hubble weiterhin wertvolle Daten, die beispielsweise für die Vermessung des Universums oder die Suche nach dunkler Materie genutzt werden. Über 20.000 wissenschaftliche Artikel sollen daraus mittlerweile entstanden sein.
Allerdings häufen sich die Defekte an Hubble. Die Ausrichtung des Teleskops funktioniert nur noch eingeschränkt und die neueste Computerhardware an Bord stammt aus dem Jahr 2009.



