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Lazuli will Hubble ersetzen

Um die Lücke zu schließen, die ein Ende von Hubble hinterlassen würde, könnte demnächst das erste private Weltraumteleskop in den Orbit starten. Das berichtet Ars Technica(öffnet im neuen Fenster) . Demnach plant Eric Schmidt, ehemaliger CEO von Google, eine moderne Version von Hubble zu finanzieren.

Der Milliardär soll den Bau von insgesamt vier Teleskopen planen, drei auf der Erde, eines im Weltall. Das Magazin schätzt die nötigen Investitionen auf mindestens 500 Millionen US-Dollar.

Verbesserte Möglichkeiten

Zu dem Weltraumteleskop, das bereits den Namen Lazuli bekommen hat, finden sich bereits zahlreiche technische Informationen. Der Spiegel soll mit 3,1 m etwas größer ausfallen als derjenige von Hubble. Das beobachtbare Spektrum hingegen dürfte etwas kleiner werden.

Neben sichtbarem Licht soll noch der Nahinfrarotbereich bis 1.700 Nanometer Wellenlänge betrachtet werden können. Die Beobachtung von ultraviolettem Licht bis zu 200 Nanometern Wellenlänge scheint nicht eingeplant zu sein. Dabei ist das genau der Bereich, der durch den Sauerstoff in der Atmosphäre fast komplett geschluckt wird.

Der Orbit dürfte zudem ein ganz anderer werden. Lazuli soll in einer elliptischen Bahn jenseits des geostationären Orbits zwischen 77.000 und 275.000 km entfernt von der Erde kreisen. Der Start ist für 2028 angesetzt, so dass ab 2029 der wissenschaftliche Betrieb aufgenommen werden könnte.

Offener Umgang mit den Daten

Etwas eher sollen die Teleskope auf der Erdoberfläche fertiggestellt sein. Bereits im Sommer 2026 könnte ein Prototyp in Arizona, USA, erste Daten liefern. Die University of Arizona soll das Projekt leiten.

Alle gesammelten Daten sollen öffentlich zugänglich sein und frei genutzt werden können. Zudem sei nicht geplant, Zeit für Nutzung der Teleskope zu verkaufen. Stattdessen ist ein offener Wettbewerb angedacht, um den besten wissenschaftlichen Ideen den Vorrang zu geben.


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