Weltraumteleskop: Hubble ist wieder im Einsatz

Hubble ist wieder vollständig im Einsatz: Alle vier Instrumente des Weltraumteleskops arbeiten wieder. Seit Anfang November wurden keine Probleme mit den Signalen zur Synchronisierung mehr festgestellt.
Seit 6. Dezember 2021 sei der Space Telescope Imaging Spectrograph (STIS) wieder ein Einsatz, meldet die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa)(öffnet im neuen Fenster) . Das für Hubble zuständige Team arbeite daran, die Software der Instrumente so zu modifizieren, dass diese auch beim Verlust mehrerer Synchronisationsmeldungen arbeiteten.
Diese Meldungen sind wichtig: Wenn die Instrumente kein Signal zur Synchronisierung empfangen, werden sie in den Sicherheitsmodus versetzt. Am 23. Oktober 2021 empfingen die Instrumente diese Signale nicht. Die Nasa versuchte es mit einem Reset der Instrumente, war damit aber nicht erfolgreich. Am 25. Oktober 2021 trat das Probleme erneut auf. Die Ursache wird in der Science-Instrument-Command-and-Data-Handling-Einheit (SI C&DH) vermutet, die im Sommer schon mutmaßlich einen längeren Ausfall verursacht hatte.
Die neue Software kommt
"Das Team hat seit Beginn der Überwachung am 1. November noch keine weiteren Probleme mit Synchronisationsmeldungen festgestellt" , teilte die Nasa mit. Mit der neuen Software soll Hubble auch beim Verlust der Meldungen funktionsfähig bleiben. Das erste Instrument, das die neue Software in Kürze bekommt, ist der Cosmic Origins Spectrograph. Die anderen Instrumente sollen in den kommenden Monaten folgen.
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Das Weltraumteleskop Hubble wurde 1990 von einem Spaceshuttle ins All gebracht. Doch schnell zeigte sich, dass das Teleskop kaum brauchbar war, weil es einen Fehler am Hauptspiegel hatte. 1993 brachten Astronauten ein Spiegelsystem an, das den Fehler korrigierte. Seither lieferte Hubble brauchbare Bilder. Seit dem Ende der Spaceshuttle-Ära im Jahr 2011 ist es nicht mehr möglich, an dem Teleskop direkt zu arbeiten.
HST sollte bereits 2007 durch das James Webb Space Telescope(öffnet im neuen Fenster) (JWST) ersetzt werden. Das Projekt verzögerte sich jedoch über die vergangenen Jahrzehnte mehrfach. Es soll Ende Dezember starten.



