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Weltraumteleskop: Exoplaneten-Jäger Nancy-Grace-Roman ist fertig

Das neue Nasa-Teleskop Nancy Grace Roman ist früher fertig als gedacht. Ab 2026 jagt es Exoplaneten und erforscht die dunkle Materie.
/ Patrick Klapetz
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Das Weltraumteleskop Nancy-Grace-Roman in einem Reinraum der Nasa (Bild: Nasa, Scott Wiessinger)
Das Weltraumteleskop Nancy-Grace-Roman in einem Reinraum der Nasa Bild: Nasa, Scott Wiessinger

Weil die US-Raumfahrtbehörde Nasa die Arbeiten am neuen Weltraumteleskop Nancy-Grace-Roman schneller als erwartet abgeschlossen hat, wird nun ein Start für Anfang September 2026 angepeilt(öffnet im neuen Fenster). Ursprünglich sollte das Teleskop bis spätestens Mai 2027 in den Orbit aufbrechen.

Roman wird ein großes Sichtfeld mit einer scharfen Infrarotsicht kombinieren, um tiefe, weite Himmelsstriche zu überblicken. Der Fokus der Untersuchung liegt auf dunkler Energie, dunkler Materie und Exoplaneten. Laut der Nasa soll das Teleskop den Astronomen praktisch unbegrenzte Möglichkeiten bieten, alle Arten kosmischer Themen zu erforschen.

Am Ende seiner fünfjährigen Hauptmission soll Roman sein 20.000-Terabyte-Datenarchiv(öffnet im neuen Fenster) (20 Petabyte) füllen. Pro Jahr könnte Roman 500 Terabyte Daten generieren. Darin könnten Wissenschaftler dann um die 100.000 Exoplaneten, Hunderte von Millionen Galaxien, Milliarden von Sterne sowie seltene Objekte und Phänomene identifizieren und untersuchen – und auch auf bisher unbekannte Objekte oder Ereignisse stoßen.

Schneller als Hubble

Das Teleskop wurde nach der ersten Astronomie-Chefin der Nasa und der ersten Frau benannt, die dort eine leitende Position innehatte. Romans Hauptspiegel soll(öffnet im neuen Fenster) etwa 2,4 m breit sein, womit er der Größe von Hubble entspricht. Jedoch hat dieses Weltraumteleskop die Fähigkeit, Bilder aufzunehmen, die einen mindestens 100-mal größeren Himmelsflecken erfassen als Hubble(öffnet im neuen Fenster).

"Seine Vermessungsfunktionen sind mehr als 1.000-mal schneller als Hubble und können 200-mal mehr Himmel in einem einzigen Bild aufzeichnen", teilte Nasa-Administrator Jared Isaacman während einer Konferenz mit(öffnet im neuen Fenster)."Was bei Hubble 2.000 Jahre dauern würde, kann Roman in einem Jahr tun – die Bilder, die es aufnimmt, werden so groß sein, dass es keinen Bildschirm gibt, der groß genug ist, um sie zu zeigen."

Romans WFI-Kamera

Im Vergleich zum James-Webb-Weltraumteleskop werden Romans Bilder 50-mal breiter, aber flacher sein. Letzteres, weil Roman nicht in die Tiefen des Universums blicken muss, wie es beim Webb-Teleskop der Fall ist. Das liegt vor allem daran, dass das Roman-Teleskop seine Zielobjekte nicht im mittleren Infrarotlicht (Wellenlängen bis 28 Mikrometer) wahrnimmt. Das WFI-Weitwinkelinstrument (Wide Field Instrument)(öffnet im neuen Fenster) besteht aus einer 300-Megapixel-Kamera für den sichtbaren bis nahen Infrarotbereich (etwa 0,5 bis 2,3 Mikrometern).

Außerdem wird ein schlitzloses Spektrometer verbaut, ein spezielles Instrument, mit dem Wissenschaftler die Lichtstreuung von Objekten in einem Sichtfeld erfassen können. Dadurch können Astronomen einfach den Himmel absuchen und hoffen, einen interessanten Hinweis zu finden, auf den sie sich dann konzentrieren können. Das betrifft auch Ereignisse, die sich rasant abspielen, etwa einen schnellen Radioburst, Supernovae, kollidierende Neutronensterne und andere leicht zu übersehende Phänomene.

Der Start im September soll mit einer Falcon-Heavy-Rakete von SpaceX erfolgen. Entsprechend wird das Teleskop vom Startkomplex 39A im Kennedy Space Center in Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida ins Weltall aufbrechen. Ein genauer Termin für den Launch soll noch verkündet werden.


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