Weltraumteleskop: Erosita soll Hinweise auf Dunkle Energie finden

Was ist Dunkle Energie(öffnet im neuen Fenster) ? Experimentell ist dieses Phänomen bisher nicht nachgewiesen. Neue Erkenntnisse soll das Weltraumteleskop Extended Roentgen Survey with an Imaging Telescope Array(öffnet im neuen Fenster) (Erosita) liefern, das gerade fertiggestellt worden ist.
Das Röntgenteleskop besteht aus sieben Spiegelmodulen, die parallel ausgerichtet sind. Jedes Modul enthält 54 geschachtelte, vergoldete Spiegel sowie eine Röntgenkamera, die jeweils im Brennpunkt des Moduls angebracht ist. Die Kameras werden auf minus 90 Grad Celsius gekühlt. Die Module fangen hochenergetische Photonen ein und leiten sie an die Kameras weiter.
Erosita wurde in Garching entwickelt
Entwickelt und gebaut wurde das Teleskop am Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik (MPE) in Garching. Es wird das Hauptinstrument des Satelliten Spectrum-Roentgen-Gamma(öffnet im neuen Fenster) (SRG), einer europäisch-russischen Gemeinschaftsmission.
Erosita wurde am 20. Januar 2017 nach Russland überführt, wo es zusammen mit dem russischen Teleskop ART-XC in den Satelliten SRG integriert wird. Im kommenden Jahr soll SRG von einer Proton-Rakete vom Startplatz Baikonur in Kasachstan aus ins All gebracht werden.
SRG soll am zweiten Lagrange-Punkt (L2) stationiert werden, etwa 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Von dort aus soll Erosita nach bisher unbekannten Himmelskörpern suchen. Da es empfindlicher ist als frühere Instrumente, könnte es tausende neuer Galaxienhaufen entdecken. Aus deren Verteilung erhoffen sich Forscher Erkenntnisse über die Struktur des Universums und seine zeitlichen Entwicklung – und dadurch auch Hinweise auf die Natur der Dunklen Energie.



