Weltraumteleskop: James Webb hat 68 Gigabyte Datenspeicher

Das James-Webb-Teleskop soll Bilder von den entlegensten Stellen des Weltalls liefern. Doch sein Datenspeicher ist nicht gerade groß.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
NASA-Ingenieur Ernie Wright sieht zu, wie die ersten sechs flugbereiten Primärspiegelsegmente des James Webb Space Telescope im Marshall Space Flight Center der NASA für die abschließenden Kryotests vorbereitet werden.
NASA-Ingenieur Ernie Wright sieht zu, wie die ersten sechs flugbereiten Primärspiegelsegmente des James Webb Space Telescope im Marshall Space Flight Center der NASA für die abschließenden Kryotests vorbereitet werden. (Bild: Nasa, MSFC, David Higginbotham)

Die Betreiber des Weltraumteleskops James Webb hatten am 12. Juli 2022 die ersten hochauflösenden Bilder von fernen Objekten im Weltraum veröffentlicht. Darauf sind beispielsweise der Galaxiehaufen SMACS 0723 oder der Eta Carinae Nebel, eine Sternentstehungsregion in unserer Milchstraße, zu sehen. Solche hochauflösenden Aufnahmen benötigen auch Speicherplatz.

Doch die Festplatte (der Solid State Drive, kurz: SSD) des James-Webb-Weltraumteleskops ist gerade einmal 68 Gigabyte groß. Viel mehr Speicherplatz wird für die Aufnahmen nicht benötigt, denn sie werden täglich an die Erde übermittelt.

Kleine Festplatte ist vollkommen ausreichend

Das Weltraumteleskop ist so gebaut, dass es jeden Tag etwa 57 GB an Daten sammelt und jeweils die Hälfte davon während zweier vierstündiger Zeitfenster in der Erdumlaufbahn überträgt. Das Teleskop selbst verfügt über keine umfangreiche Langzeitspeicherung, da es diese nicht benötigt. Denn die Daten haben im Weltraum selbst überhaupt keinen Nutzen. Erst für uns Menschen auf der Erde werden die Daten relevant.

Der Datenspeicher vom James-Webb-Teleskop wurde außerdem mit einer zusätzlichen Redundanz von 10 Gigabyte ausgestattet. Damit wollen die Betreiber des Teleskops gewährleisten, dass die Funktionsfähigkeit auch dann erhalten bleibt, wenn sie während der geplanten 10-jährigen Lebensdauer abnimmt. Die Festplatte wurde strahlungsgehärtet, um den Gefahren des Weltraums zu trotzen.

Im Vergleich zum Hubble-Weltraumteleskop übertrifft der Datenspeicher des James-Webb-Teleskops Hubbles zwei Gigabyte-Festplatte jedoch enorm. Zudem seien laut IEEE Spectrum drei Prozent des Speichers für technische und Telemetriedaten reserviert. Erst nach 24 Stunden kontinuierlicher Datensammlung wird der Speicher vom James-Webb-Teleskop knapp - da die gesammelten Daten aber täglich zur Erde geschickt werden, sollte der Datenspeicher für die Laufzeit vom James-Webb-Weltraumteleskop ausreichend sein.

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kayozz 20. Jul 2022

Es ist ja nicht so, dass die nur zwei Stunden alle 12 Stunden haben, sondern brauchen...

LordSiesta 19. Jul 2022

Ja, da hast du recht. Ich überlese so was mittlerweile.

Ach 19. Jul 2022

Schon klar, dass man beim Strahlenschutz am ehesten an Blei denkt. Titan ist mir in...

gcah 19. Jul 2022

Ich meinte das auch gar nicht abfällig. Die SpaceX-Fehlschläge sind einkalkuliert...



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