Die Erdatmosphäre stört die Übersicht

Eine der detailliertesten Himmelsdurchmusterungen bislang lieferte die Sloan Digital Sky Survey (SDSS), die von Arizona aus durchgeführt wurde. Der Spiegel des Teleskops ist mit 2,5 m Durchmesser ähnlich groß wie der von Hubble, allerdings befindet er sich auf der Erdoberfläche innerhalb der Erdatmosphäre, was die Daten deutlich verschlechtert.

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Zum einen absorbiert die Atmosphäre einen großen Teil des Lichts außerhalb des sichtbaren Bereichs. UV-Licht wird in der Stratosphäre zu stark absorbiert, als dass es gut beobachtbar wäre. Hinzu kommt die Unruhe der Luft, die die Auflösung eines Teleskops begrenzt. Besonders schlecht wird sie bei Beobachtungen nahe des Horizonts, wenn das Licht der Sterne einen größeren Teil der Atmosphäre durchdringen muss.

Adaptive Optik hilft nicht bei großen Himmelsausschnitten

Es existieren zwar adaptive Optiken, Systeme, die Luftturbulenzen analysieren und mit verformbaren Spiegeln ausgleichen können, allerdings funktioniert das nur für einen Ausschnitt des Himmels, der noch kleiner als der des Hubble Space Telescopes ist. Eine Himmelsdurchmusterung vom Boden aus kann diese Technik nicht einsetzen, weshalb ihre Auflösung selbst mit den größten Spiegeln auf die Grenzen der Luftunruhe zurückgeworfen wird.

Trotzdem lohnt sich der Einsatz großer Teleskope bei der Durchmusterung, denn größere Spiegel sammeln mehr Licht und ermöglichen damit die Erfassung lichtschwächerer Objekte. Zu diesem Zweck wird derzeit das Large Synoptic Survey Telescope gebaut, mit einem Spiegeldurchmesser von 8,4 m. Es wird viel schwächere Sterne als das chinesische Weltraumteleskop kartographieren können und mit jedem Bild einen zehnmal so großen Ausschnitt des Himmels fotografieren, aber nur mit einem Drittel der effektiven Auflösung und ohne Daten aus dem UV-Licht. Auf diese Weise werden sich die Daten der Himmelsdurchmusterungen der Teleskope gegenseitig ergänzen.

China bittet um Unterstützung

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Nachdem der Himmel durchmustert ist, werden andere Untersuchungen folgen. Für die Durchmusterung sind etwa 70 Prozent der Beobachtungszeit angesetzt, 10 Prozent für Betriebs- und Wartungsarbeiten - das optische Modul wird zwar meistens frei im Orbit schweben, kann aber an der chinesischen Raumstation andocken. Die restlichen 20 Prozent sind für weitere Beobachtungen vorgesehen.

Welchen das sein werden, steht noch nicht fest. Die Optik des Teleskops ist war bereits fertiggestellt, aber die Instrumententechnik ist noch nicht final. China wird dazu wahrscheinlich um internationale Kooperationen bitten, denn bisher hat das Land noch wenig Erfahrung im Bau von größeren Observatorien, egal ob im Weltraum oder auf der Erde.

Die Ambitionen des Landes gehen jedenfalls über das Weltraumteleskop der Raumstation hinaus. Die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua verbreitete am 22. August Bilder eines Spiegels mit 4 m Durchmesser, der wohl für ein weiteres, größeres Weltraumteleskop gedacht ist. Es würde Hubble in der Leistungsfähigkeit deutlich übertreffen, wenn auch nicht den Durchmesser des gefalteten Spiegels des James-Webb-Telescope erreichen, das bereits vor elf Jahren hätte starten sollen.

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 Weltraumteleskop: 2,5 Gigapixel für ein Bild des Universums
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Frank... 25. Aug 2018

Das ist ein Schiefspiegler. Die haben den Vorteil, dass eben kein Fangspiegel mitten im...

Umaru 25. Aug 2018

Jaaa, wir brauchen unbedingt mehr Ajax, Parallax Scrolling und in Echtzeit nachladende...

Frank... 24. Aug 2018

Nein. https://www.nasa.gov/content/goddard/hubble-s-high-definition-panoramic-view-of-the...



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