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Katzen im Weltraum

Nach der Besprechung geht es gleich weiter mit dem Spektakel. Es folgt eine der vielleicht besten und beeindruckendsten Zwischensequenzen ihrer Zeit: Begleitet von dramatischer Musik und heulenden Alarmsirenen spurten die Piloten zum Hangar, nehmen in ihren Raumschiffen Platz und fliegen durch das Ausgangstor.

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Die Szene erinnert vom Schnitt her an einen professionellen Kinofilm und macht Appetit auf mehr. Ich habe nun richtig Lust auf das Abknallen von ein paar Kilrathi!

Kilrathi? Richtig. Wing Commander spielt in einer fernen Zukunft, in der die Menschheit mit Raumschiffen und -stationen im Weltall unterwegs ist. Gleichzeitig befindet sie sich in einem Krieg gegen die ruchlosen Kilrathi - große Katzenwesen, die "uns" einfach hassen.

Ich selbst übernehme die Rolle eines hochbegabten Piloten, der auf der Tiger's Claw stationiert ist und während des Kampfs gegen die Kilrathi langsam, aber sicher zum Helden aufsteigt.

In der Tat fehlt der Story eine gewisse Tiefe; sie setzt sich nicht wirklich mit den Hintergründen des Konflikts auseinander. Stattdessen bedient sich Chris Roberts Klischees und Stereotypen, die eher plakativ die Guten von den Bösen trennen. Doch dies ist in Anbetracht des Alters des Spiels kein Beinbruch. Wing Commander will trotz der pompösen Aufmachung primär packende Action bieten.

Furiose Action unter 15 Frames

Zurück zur Mission: Ich sitze nun in einem Raumschiff und habe sowohl den Steuerknüppel als auch einige Armaturen und Bildschirme vor Augen. Diese zeigen mir auf einen Blick die Funktionstüchtigkeit meiner Schilde und die zur Verfügung stehenden Waffen.

Begleitet werde ich von Spirit, meiner ersten Flügelfrau. Ich kann ihr per Funk diverse Befehle erteilen - zum Beispiel, dass sie den von mir anvisierten Gegner attackieren soll.

Zudem verrät mir eine Markierung, in welcher Richtung sich der erste Navigationspunkt befindet. Ich könnte nun einfach beschleunigen und den Punkt ansteuern. Oder faul den Autopiloten aktivieren, um den Flug abzukürzen.

Am Ziel angekommen informiert mich Spirit, dass sie einige Kilrathi auf dem Radar sehe. Dank Target-Taste schalte ich bequem von einem feindlichen Raumschiff zum nächsten und visiere mein aktuelles Ziel per Lock-Taste fest an. Die Kilrathi fliegen ihrerseits frontal auf mich zu und schießen meinen Schild überraschend schnell zu Brei.

Ich ändere meinen Kurs und beschleunige kurz per Booster, um auszuweichen. Danach kann ich mich an die Fersen eines Gegners heften und ihn mit meiner Standardwaffe unter Dauerbeschuss nehmen, bis er in einem Feuerball explodiert.

Die erste Begegnung mit den kampflustigen Katzenwesen verläuft also zu meinen Gunsten und macht dank des spontanen Erfolgserlebnisses durchaus Spaß. Etwas knifflig ist indes der Flug durch ein Asteroidenfeld, weil die Felsbrocken völlig wirr und chaotisch durch die Gegend schießen. Doch unter gedämpfter Fluggeschwindigkeit und mit etwas Geduld meistere ich auch diese Aufgabe.

  • Wing Commander führte das Pixelorchester ein, das den cineastischen Anspruch von Origin Systems symbolisierte. (Bild: Origin Systems/Medienagentur plassma)
  • Größere Gegner wie diesen Ralari-Zerstörer sollte man am besten mit Raketen beschießen. (Bild: Origin Systems/Medienagentur plassma)
  • Die Schlafkajüte, die von Größe und Aufmachung eher an einen Hangar erinnert, zeigt auf einen Blick alle Spielstände. (Bild: Origin Systems/Medienagentur plassma)
  • Dieses Bild stammt aus Super Wing Commander, einer exklusiv für die 3DO-Konsole entwickelte Umsetzung.  (Bild: Origin Systems/Medienagentur plassma)
  • Drei Kilrathi-Raumschiffe, die im Intro butterweich über den Bildschirm huschten: Was wie Pixelbrei aussieht, versetzte PC-Spieler anno 1990 in Staunen. (Bild: Origin Systems/Medienagentur plassma)
  • General Halcyon ist der Vorgesetzte des Spielers und erklärt alle wichtigen Missionsdetails. (Bild: Origin Systems/Medienagentur plassma)
  • Nach der Einsatzbesprechung spurten die Piloten in einer der ikonischsten Zwischensequenzen der PC-Spielegeschichte zu ihren Raumschiffen. (Bild: Origin Systems/Medienagentur plassma)
  • Laut der Anzeige unten rechts sind die Schilde dieses Dralthi größtenteils zerstört, für einen Abschuss reichen ein paar Treffer. (Bild: Origin Systems/Medienagentur plassma)
  • Bei Gesprächen mit anderen Piloten bekommt man wunderschöne Porträts zu sehen, die selbst 30 Jahre später fantastisch aussehen. (Bild: Origin Systems/Medienagentur plassma)
  • Nicht alles, was im All fliegt, ist zum Abschuss freigegeben. In diesem Fall müssen wir einen Transporter zu einem Navigationspunkt begleiten. (Bild: Origin Systems/Medienagentur plassma)
  • Das war's! Wer zu viele Feindtreffer kassiert oder frontal mit einem Asteroiden kollidiert, der erlebt die letzten Sekunden seines Alter Egos in Nahaufnahme. (Bild: Origin Systems/Medienagentur plassma)
  • Nach jeder Mission besucht man automatisch die Bar der Tiger's Claw. Hier sind stets ein bis zwei Piloten für einen Plausch zu haben. (Bild: Origin Systems/Medienagentur plassma)
Die Schlafkajüte, die von Größe und Aufmachung eher an einen Hangar erinnert, zeigt auf einen Blick alle Spielstände. (Bild: Origin Systems/Medienagentur plassma)

Stattdessen fällt mir ein anderes Problem auf, das den Spaß an Wing Commander massiv beeinträchtigt: Das Spiel ruckelt - und zwar nicht zu knapp! Gog.com hat sich für eine DOSBox-Konfiguration entschieden, die mit den früheren 386er-Systemen vergleichbar ist.

Damit ist Wing Commander zwar spielbar, jedoch geht die Framerate bereits zu Beginn eines Gefechts runter und bricht brutal ein, sobald ein Kilrathi an mir vorbeizuckelt.

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Nun kann ich die Taktzahl der DOSBox-Emulation per Tastendruck erhöhen, woraufhin das Ruckeln auch verschwindet. Jedoch fehlt dem Spiel eine Art Bremse, die das Spielgeschehen auf eine Maximalgeschwindigkeit beschränkt. Das Resultat: Je höher die Taktzahl, desto schneller und unspielbarer wird Wing Commander.

Der von GOG vorgeschlagene Takt entpuppt sich in der Tat als der beste Kompromiss aus Spielbarkeit und Speed. Persönlich kann ich mit so etwas umgehen, ich bin schließlich mit Titeln dieser Art aufgewachsen und die Steuerung reagiert gut genug. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass die niedrige Bildrate für andere ein No-Go ist.

Eine kurze Recherche offenbart eine halbgare Notlösung: die sogenannte Kilrathi Saga. Dabei handelt es sich um eine Sammlung der ersten drei Wing-Commander-Episoden, die technisch leicht überarbeitet wurden. Für den ersten Teil bedeutet dies: bessere Musik, andere Soundeffekte und vor allem die bitter benötigte Geschwindigkeitsbremse.

Leider krankt die Version an Bugs und fehlenden Features. Zudem wird sie von keiner gängigen Onlineplattform angeboten, während alte Originalexemplare hohe Sammlerpreise auf Ebay und Co. veranschlagen. Glücklicherweise befindet sich die Kilrathi Saga bereits in meiner Sammlung. Zu meiner Überraschung läuft sie auf Anhieb auf meinem Windows-10-System, ohne dass ich einen Patch installieren muss.

Doch das Resultat bringt mich fast zum Weinen: Die Kilrathi Saga hätte trotz diverser Unzulänglichkeiten das Zeug zum besten Wing-Commander-Erlebnis, weil sie hervorragend spielbar ist. Doch leider läuft sie nicht über den DOSBox-Emulator. Infolgedessen wird mein USB-Joystick nicht erkannt und ich bin entweder auf die fummelige Maus- oder die träge Tastatursteuerung angewiesen. Argh!

Leben und Sterben in den 90ern

Ich kehre schlussendlich zur Gog.com-Version zurück und ruckele mich von Mission zu Mission. Spätestens als ich mit Paladin den nächsten Flügelmann erhalte und den zweiten gemeinsamen Auftrag bestreite, ist Schluss mit lustig. Die Kilrathi werden immer aggressiver und pulverisieren mich bei einem Angriff auf einen großen Ralari-Zerstörer innerhalb von Sekunden, ohne dass ich reagieren kann.

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 Weltraumspiel: Wing Commander wiedergespieltPerfektionistische Zocker und das Fazit 
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yumiko 01. Okt 2020 / Themenstart

Ich finds super momentan. Man muss nur schauen, wenn es viel Systeme gibt. Eventuell...

yumiko 01. Okt 2020 / Themenstart

Eigentlich nicht. Ds ist ziemlich genau das WC Rezept, diesmal sogar extra teuer mit...

yumiko 30. Sep 2020 / Themenstart

Ja, aber nur für Bill Gates. "640kb reichen für jeden für immer" ^^

quineloe 30. Sep 2020 / Themenstart

Dafür fand ich es deutlich schwerer. Jalkehi und Grikath mit fucking neutron turrets nach...

Swiffer25 30. Sep 2020 / Themenstart

machine=svga_s3 captures=capture memsize=16 frameskip=0 aspect=false scaler=normal2x core...

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