Weltraumschrott: Problem mit Trümmern im Orbit wächst

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Starlink plant, sein gesamtes Satellitennetzwerk 70 km näher an die Erdoberfläche zu verlegen. Der Grund: Dort sei die Wahrscheinlichkeit geringer, dass die Satelliten durch Trümmer getroffen und beschädigt werden. Dadurch wiederum würde neuer Weltraumschrott entstehen, der die Wahrscheinlichkeit für den nächsten Zusammenstoß weiter erhöht.
In geringerer Höhe wird Weltraumschrott schneller abgebremst und verglüht in der Atmosphäre. Gleichzeitig benötigen die Satelliten aber hier mehr Energie, um ihre Umlaufbahn stabil zu halten. Ihre Lebensdauer verkürzt sich also. In höheren Umlaufbahnen, bereits im Bereich von 1.000 km, verbleiben Satelliten und alle möglichen Überreste dagegen jahrhundertelang.
Das Problem mit dem Weltraumschrott wird also nicht so schnell verschwinden. Ausweichen geht aber nur, solange in den niedrigen Umlaufbahnen noch Platz ist. Angesichts der aktuellen und zu erwartenden Entwicklung mit immer größeren Satellitennetzwerken(öffnet im neuen Fenster) dürfte es schon in einigen Jahren eng werden.
Müllvermeidung als erster Schritt
Auf der Suche nach Ideen und Initiativen zum Umgang mit oder zur kompletten Vermeidung von Weltraumschrott landet man zumeist bei der Esa. Die europäische Weltraumbehörde gab bereits 2022 bekannt, ab 2030 nach abgeschlossenen Missionen keinen Weltraumschrott mehr im Orbit zurückzulassen(öffnet im neuen Fenster) .
Zusätzlich will man bei früheren Hinterlassenschaften aktiv werden. Ältere, mittlerweile ausgediente Satelliten sollen bald eingesammelt werden können. Geplant ist die erste Mission mit dem Raumfahrzeug Clearspace-1(öffnet im neuen Fenster) für das Jahr 2029. Ein 95 kg schwerer Satellit, gestartet im Jahr 2001, soll im Zuge dessen eingesammelt und gezielt zum Absturz gebracht werden.



