Abo
  • Services:

Weltraumschrott: Nasa-Riesenradar entdeckt verschollene indische Raumsonde

System zur Suche nach Weltraumschrott getestet, verloren gegangenes Raumfahrzeug gefunden: Mit Hilfe eines interplanetarischen Radars aus zwei großen Radioteleskopen hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa die vermisste indische Sonde Chandrayaan-1 geortet. Die Technik funktioniert.

Artikel veröffentlicht am ,
Der Mond: Antennen auf eine Stelle über dem lunaren Nordpol gerichtet
Der Mond: Antennen auf eine Stelle über dem lunaren Nordpol gerichtet (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Die Nadel im Heuhaufen ist groß, verglichen mit dem Objekt, das die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) gefunden hat: Wissenschaftler spürten in der Mondumlaufbahn, 380.000 Kilometer von der Erde entfernt, einen kleinen Satelliten auf, zu dem der Kontakt im Jahr 2009 abgebrochen war.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Raum Nürnberg
  2. über duerenhoff GmbH, Berlin

Chandrayaan-1 war die erste indische Raumfahrtmission, die über den Erdorbit hinausging. Sie sollte auf dem Mond nach Wassereis suchen. Die Sonde hatte die Form eines Würfels mit einer Kantenlänge von 1,5 Metern. Sie wurde im Oktober 2008 zum Mond geschossen und sollte ihn zwei Jahre lang umkreisen. Doch Anfang August 2009 ging der Kontakt verloren.

Zwei riesige Teleskope dienten als Sender und Empfänger

Seitdem galt sie als verschollen - bis jetzt: Mit einem riesigen Radar haben Forscher des Jet Propulsion Laboratory (JPL) der Nasa Chandrayaan-1 sowie die noch aktive US-Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) geortet. Das Radar besteht aus zwei Radioteleskopen: der 70 Meter großen Antenne im Goldstone Deep Space Communications Complex in Kalifornien und dem 100 Meter großen Green Bank Telescope in West Virginia.

Goldstone diente als Sender. Da Chandrayaan-1 mutmaßlich auf einem polaren Orbit um den Mond kreiste, richteten die Nasa-Forscher ab Juli 2016 innerhalb von drei Monaten mehrfach die Radioantennen auf eine Stelle 160 Kilometer über dem lunaren Nordpol. Goldstone strahlte elektromagnetische Wellen aus, und das Green Bank Telescope fing die Reflexionen auf. Auch das Arecibo Observatory in Puerto Rico war zeitweise als Empfänger im Einsatz.

Die Suche nach Chandrayaan-1 war Detektivarbeit

So orteten die Nasa-Forscher zwei Sonden: Die eine war LRO, die zweite identifizierten sie - nach Berechnungen, die von der letzten bekannten Position der Sonde ausgingen, und der Dauer einer Mondumrundung in zwei Stunden und acht Minuten - als Chandrayaan-1. "LRO zu finden, war relativ einfach, weil wir mit den Navigatoren der Mission zusammenarbeiteten und deshalb genaue Daten über den Orbit hatten", sagt Marina Brozovic, die wissenschaftliche Leiterin des Projekts. "Die Suche nach der indischen Chandrayaan-1 erforderte ein bisschen mehr Detektivarbeit, weil der letzte Kontakt mit dem Raumfahrzeug im August 2009 war."

Mit dem Projekt wollte die Nasa testen, ob sich mit einem solchen interplanetarischen Radar ausgediente Raumfahrzeuge und anderer Weltraumschrott orten lässt. Die beiden Sonden gefunden zu haben, wertet die Nasa als Erfolg. Die Technik könnte beispielsweise dazu genutzt werden, um sicherzustellen, dass einer bemannten Mondmission keine Gefahr durch Weltraumschrott droht.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. ProBook 440 G5 14" FHD/i5-8250U/8 GB/128 GB SSD + 1 TB HDD für 679€ statt 799€)
  2. (aktuell u. a. Crucial MX300 525 GB für 111€ und SanDisk Ultra 128-GB-microSDXC für 29€)
  3. (heute u. a. Destiny 2 Digital Deluxe für 44,99€, AC Origins für 28,99€, ANNO 2205 Ultimate...
  4. 111€

M.P. 13. Mär 2017

Das ist selbstverständlich nach dieser langen Zeit anzunehmen - aus der Formulierung geht...


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy S9 und S9 Plus - Test

Das Galaxy S9 und das Galaxy S9+ sind Samsungs neue Oberklasse-Smartphones. Golem.de hat sich im Test besonders die neuen Kameras angeschaut, die eine variable Blende haben.

Samsung Galaxy S9 und S9 Plus - Test Video aufrufen
HTC Vive Pro im Test: Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf
HTC Vive Pro im Test
Das beste VR-Headset ist nicht der beste Kauf

Höhere Auflösung, integrierter Kopfhörer und ein sehr bequemer Kopfbügel: Das HTC Vive Pro macht alles besser und gilt für uns als das beste VR-Headset, das wir bisher ausprobiert haben. Allerdings ist der Preis dafür so hoch, dass kaufen meist keine clevere Entscheidung ist.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. VR-Headset HTCs Vive Pro kostet 880 Euro
  2. HTC Vive Pro ausprobiert VR-Headset hat mehr Pixel und Komfort
  3. Vive Focus HTC stellt autarkes VR-Headset vor

P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Android Huawei präsentiert drei neue Smartphones ab 120 Euro
  2. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  3. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro

HP Z2 Mini Workstation G3 im Test: Leises Rauschen hinterm Monitor
HP Z2 Mini Workstation G3 im Test
Leises Rauschen hinterm Monitor

Unterm Tisch, auf dem Tisch oder hinter den Bildschirm geklemmt: HPs Z2 Mini Workstation ist ein potentes, wenn auch nicht gerade sehr preiswertes Komplettsystem. Den Preis ist der PC aber wert, denn er ist leise, modular und kann einfach gewartet werden. Der Admin dankt!
Ein Test von Oliver Nickel

  1. HP Pavilion Gaming Hardware für Gamer, die sich Omen nicht leisten wollen
  2. Chromebook x2 HP präsentiert Chrome-OS-Detachable mit Stift
  3. Laserjet Pro M15w und M28w HPs Laserdrucker schrumpfen auf 34 Zentimeter Länge

    •  /