Weltraumschrott: ISS weicht Raketenteil aus

Triebwerke zünden, Ausweichmanöver einleiten: Die Raketen des angedockten Progress-Raumschiffs haben die Raumstation ISS verschoben. Grund war ein Stück Weltraumschrott.

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ISS: Drei Besatzungsmitglieder kehren nach Plan zur Erde zurück.
ISS: Drei Besatzungsmitglieder kehren nach Plan zur Erde zurück. (Bild: Nasa)

Die Internationale Raumstation (International Space Station, ISS) hat sich vor einem größeren Stück Weltraumschrott in Sicherheit gebracht. Die Triebwerke des derzeit angedockten russischen Raumschiffs manövrierten die Station aus der Gefahrenzone.

Die Triebwerke der Progress M-26M brannten 5 Minuten und 22 Sekunden lang. Dadurch sollte ein Sicherheitsabstand von 3 Meilen, umgerechnet 4,8 Kilometern, zu einem Teil einer Minotaur-Rakete gewahrt werden, berichtet die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics and Space Administration (Nasa) in ihrem ISS-Blog Off The Earth, For The Earth. Die Minotaur war 2013 ins All geflogen.

Amerikaner und Russen beobachteten das Teil einige Tage

Pre-Determined Debris Avoidance Maneuver (PDAM) - etwa: vorher festgelegtes Schrott-Ausweichmanöver - werden diese Manöver genannt. Sie sind immer wieder nötig, um größeren Teilen vom Weltraumschrott auszuweichen. Die Bodenstationen in Russland und den USA hätten das Teil über das Wochenende beobachtet und das Manöver veranlasst.

Das PDAM sei eine reine Vorsichtsmaßnahme gewesen, sagt die Nasa. Die Besatzung der ISS sei zu keiner Zeit in Gefahr gewesen. Das Manöver habe auch keinen Einfluss auf die Abläufe auf der Station: Die drei Besatzungsmitglieder, der US-Astronaut Terry Virts, der russische Kosmonaut Anton Schkaplerow und die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti, werden wie geplant an diesem Donnerstag zur Erde zurückkehren.

Im vergangenen Monat hatte das Progress-Raumschiff die Station regulär in ihrer Bahn angehoben.

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