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Weltraumschrott: Esa plant Weltraumteleskop zur Schrottbeobachtung

Kleine Schrottteile können Satelliten zerstören. Unklar ist, wie viele Kleinteile im Orbit sind. Das will die Esa herausfinden.

Artikel veröffentlicht am ,
Weltraumschrott (Symbolbild): 128 Millionen Teile von 1 Millimeter bis 1 Zentimeter Größe
Weltraumschrott (Symbolbild): 128 Millionen Teile von 1 Millimeter bis 1 Zentimeter Größe (Bild: Esa)

Die Europäische Weltraumagentur Esa will ein Teleskop in die Erdumlaufbahn schießen, um kleinste Schrotteilchen im Weltraum aufzuspüren. Es soll in wenigen Jahren starten.

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Das Weltraumteleskop soll in einer Höhe von etwa 600 bis 700 Kilometern um die Erde kreisen und nach Schrottteilchen suchen, die einen Durchmesser von nur wenigen Millimetern haben. Diese sind zu klein, um sie von der Erde aus zu erfassen, können aber Satelliten schwer beschädigen.

Das Teleskop werde passiv sein, sagte Tim Flohrer, Leiter des Esa Space Debris Office, dem auf Raumfahrtthemen spezialisierten US-Nachrichtenangebot Space.com: Die Sonne beleuchte die Teile, und das Teleskop erfasse die Reflexionen. "Wir müssen ziemlich nah an die Objekte herankommen. Wir würden nicht jedes Objekt im Millimeter- oder Zentimeterbereich sehen können, aber wir würden genug sehen, um unsere Modelle zu validieren."

Wie viele Kleinteile kreisen um die Erde?

Die Esa und ihr US-Pendant Nasa haben jeweils eigene Modelle zu Weltraummüll. Diese stimmten überein, was die Verteilung größerer Trümmerteile im Orbit angehe. Das lasse sich durch Teleskope auf dem Boden überprüfen. "Im Zentimeterbereich haben wir keine Mittel für eine Validierung zur Verfügung, aber da sehen wir ganz erhebliche Unstimmigkeiten zwischen den Modellen", sagte Flohrer.

Das habe aber eine gewisse Dringlichkeit, sagte Flohrer: Ein Objekt von einem Zentimeter Größe könne schwere Schäden an einem Satelliten verursachen, ein mehrere Zentimeter großes Objekt könne einen Satelliten zerstören.

2016 hatte ein Obejekt von 1 Millimeter Größe ein Solarpaneel von Setinel 1-A, einem Satelliten des Esa-Erdbeobachungsprogramm Copernicus durchschlagen. Ein Treffer an anderer Stelle hätte den Satelliten deutlich schwerer beschädigt.

Die Geschichte der Raumfahrt

Laut Esa kreisen derzeit etwa 34.000 Schrottteile um die Erde, die größer als 10 Zentimeter sind. 900.000 sind zwischen 1 Zentimeter und 10 Zentimeter groß. In der Größenordnung von 1 Millimeter bis 1 Zentimeter sollen es 128 Millionen Objekte sein.

Das Teleskop soll nach den Vorstellungen der Esa 2025 in den Orbit geschossen werden. Voraussetzung ist, dass der Esa-Rat die Finanzierung im kommenden Jahr genehmigt.

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chefin 05. Mai 2021 / Themenstart

Zuerstmal, ja Weltraumschrott ist ein Problem. Aber leider wird auch dieses Problem in...

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