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Keinen Schrott produizeren

Golem.de: Was kann man gegen Weltraumschrott tun?

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Metz: Die wichtigste Maßnahme ist, Weltraumschrott zu vermeiden. Das bedeutet erst einmal, bei einem Start keine unnötigen Objekte in den Orbit zu bringen. Dann gilt es, die Gefahren zu minimieren, dass ein Raumfahrzeug am Ende seiner Lebensdauer explodiert, und seine Restlebensdauer im Orbit am Ende einer Mission zu verringern. Im niedrigen Erdorbit, da, wo die ISS oder viele Erdbeobachtungssatelliten unterwegs sind, gilt inzwischen als Standard, die Lebensdauer auf 25 Jahre zu begrenzen. Dann sinkt ein Satellit aufgrund der Reibung der Erdatmosphäre langsam ab und verglüht. Im geostationären Orbit, wo sich die Kommunikations- und die Fernsehsatelliten befinden, werden die ausgedienten Satelliten noch etwa 200 bis 300 Kilometer weiter hinaus auf eine sogenannte Friedhofsumlaufbahn geschoben, wo sie keine Gefahr mehr für die aktiven Satelliten darstellen.

Golem.de: Berücksichtigen auch die kommerziellen Betreiber solche Vermeidungsmaßnahmen?

Metz: Was man so wahrnimmt, haben sie das Problem erkannt und wollen es berücksichtigen. Sie wollen Maßnahmen zur Vermeidung von Weltraummüll umsetzen. Der wesentliche Aspekt dabei ist: Wenn diese großen Konstellationen kommen, dann müssen die Vermeidungsmaßnahmen mit einer sehr hohen Zuverlässigkeit umgesetzt werden, und zwar mit einer höheren Zuverlässigkeit, als wir sie heute im Orbit beobachten. Allerdings muss man auch wissen, dass die Satelliten, die vor 10 oder 15 Jahren gestartet wurden vor, etwa 20 Jahren mit dem damaligen Wissen konzipiert worden sind. Satelliten, die heute gebaut werden, sind da schon ganz anders entwickelt, berücksichtigen Space-Debris-Vermeidungsmaßnahmen. Trotzdem besteht natürlich die Gefahr, dass bei einem unentdeckten Designfehler eben nicht nur ein Satellit betroffen ist, sondern gleich Hunderte oder Tausende.

Golem.de: Gibt es Konzepte, vorhandenen Schrott aus dem Orbit zu entfernen?

Metz: Das wäre technisch in naher Zukunft realisierbar: Man baut ein Raumfahrzeug, das Satelliten im Erdorbit einfängt, mit einem robotischen Arm oder einem Netz. Das Problem ist, dass es sehr teuer ist, einen einzelnen Satelliten aus dem Orbit zu entfernen - und zudem wird es keine wesentliche Besserung bringen, nur einen einzelnen Satelliten zu entfernen. Man müsste schon viele Satelliten aus dem Orbit bringen, einige Dutzend oder gar Hunderte. Da kommt die Frage: Wer finanziert das? Dafür gibt es noch keine befriedigende Lösung.

 Gefahr für Stationen und Satelliten
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Haf 27. Apr 2017

Ich erinnere mich, vor 20-25 Jahren, wahrscheinlich in einem Lustigen Taschenbuch, eine...

Haf 27. Apr 2017

Planetes war wirklich eine beeindruckende Serie. Und bis auf die Klamauk-Otakus vom Mond...

IncredibleAlk 20. Apr 2017

Du sollst die Satelliten auch nicht verstecken. Die Position ist bekannt und/oder ändert...

timo.w.strauss 20. Apr 2017

handeln statt nachdenken wünsche ich mir. Wir haben so viel Müll, egal wo man hinschaut...

AllDayPiano 19. Apr 2017

Richtig. Es ist ein reflexives Indefinitpronomen.


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