Weltraumroboter: Ein R2D2 für Satelliten

Die Nasa will mit Restore-L einen Satelliten mit Roboterarmen testen, um damit andere Satelliten zu reparieren und aufzutanken. Das erste Ziel ist ein alter Erdbeobachtungssatellit. Möglicherweise verfolgt die Nasa damit aber nicht nur zivile Absichten.

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Satelliten sollen mit Roboterarmen eingefangen werden.
Satelliten sollen mit Roboterarmen eingefangen werden. (Bild: Nasa)

Im Jahr 2020 soll die Mission Restore-L starten. Dafür hat die Nasa jetzt 127 Millionen US-Dollar bereitgestellt. Dabei handelt es sich um einen etwa eine Tonne schweren Satelliten, der wie R2D2 mit einfachen Roboterarmen ausgestattet ist. Er soll damit im niedrigen Erdorbit Wartungsarbeiten an anderen Satelliten durchführen können. Restore-L soll alle dafür nötigen Techniken demonstrieren. Das Ziel der ersten Mission soll die Wiederbetankung eines alten Erdbeobachtungssatelliten sein.

Inhalt:
  1. Weltraumroboter: Ein R2D2 für Satelliten
  2. Der Satellit muss aufgeschnitten werden

Laut eines Dokuments der Nasa soll sich die Mission an einen "nicht-kooperativen Satelliten" annähern, ihn mit Roboterarmen ergreifen, Arbeiten an dem Satelliten durchführen, seine Flugbahn ändern, ihn mit 100 Kilogramm Treibstoff auftanken und am Ende der Mission wieder in die Erdatmosphäre zurückstürzen. Die Formulierung "nicht-kooperative Satelliten" lässt vermuten, dass die Mission nicht nur zivilen Zwecken dienen soll.

Ähnliche Missionen von China wurden kritisiert

Ähnliche Manöver wurden im Jahr 2010 und 2013 durch chinesische Satelliten durchgeführt. Dabei sollen sich 2010 die Satelliten Shijian-12 und Shijian-6 aneinander angenähert und angedockt haben. Es soll sich um Übungsmanöver für das Andocken an die Raumstation Tiangong-1 gehandelt haben. Im Jahr 2013 wurde der Satellit Shijian-15 gestartet, der mit einem Roboterarm ausgestattet war und damit andere Satelliten ergriffen hat. Es soll sich dabei um die Entwicklung eines Satelliten zur Beseitigung von Weltraummüll handeln.

In Berichten an die US-Regierung wurden diese Missionen als Entwicklung von "Co-orbital Counterspace Technologies" bezeichnet. Dabei wird befürchtet, dass damit andere Satelliten gestört, funktionsunfähig gemacht oder zerstört werden können, auch wenn sie in Friedenszeiten legitimen zivilen Zwecken dienen. Das Schweigen der chinesischen Regierung über die möglichen militärischen Aspekte der Mission wurde dabei besonders misstrauisch aufgenommen. Die Nasa Mission Restore-L soll jede einzelne der dabei kritisierten Techniken erproben.

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Das Ziel von Restore-L ist der 1999 gestartete Erdbeobachtungssatellit Landsat-7. Er befindet sich, genau wie sein 2013 gestarteter Nachfolger Landsat-8, in einem 700 Kilometer hohen Orbit. Der Satellit hat bereits seine geplante Lebensdauer überschritten und würde für den weiteren Betrieb neuen Treibstoff benötigen, um weiterhin die Lagekontrolle und Bahnkorrekturen durchführen zu können. Solche Satelliten sind aber nicht dafür gebaut, wiederaufgetankt zu werden.

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Der Satellit muss aufgeschnitten werden 
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