Der Satellit muss aufgeschnitten werden

Restore-L muss sich deshalb zunächst durch die Wärmeisolierung schneiden und den Tankstutzen finden, mit dem der Satellit auf der Erde befüllt wurde. Anschließend muss der Tankdeckel geöffnet werden, wozu zunächst ein Sicherungsdraht durchschnitten werden muss, bevor eine Verbindung mit dem Tankventil hergestellt und der Satellit wieder aufgetankt werden kann. Wenn der Tank auf Dichtigkeit geprüft und die Wärmeisolierung wieder hergestellt ist, kann Restore-L entweder eine weitere Mission durchführen oder in die Erdatmosphäre zurückkehren und dort verglühen.

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Ein Mechaniker könnte diese Arbeiten am Boden in wenigen Minuten durchführen. Im Orbit sollen die Arbeiten von einem etwa zwei Meter langen Roboterarm mit sieben Freiheitsgraden durchgeführt werden und eine ganze Woche dauern. Solche Arbeiten in Schwerelosigkeit haben sich aber auch bei Menschen als zeitaufwändig und schwierig erwiesen, wie bei der mehrfachen Reparatur des Weltraumteleskops Hubble. Ohne die Notwendigkeit eines Raumschiffs mit Lebenserhaltung und einer menschlichen Besatzung ist der Zeitaufwand der Reparaturarbeiten allerdings auch nicht mehr so kritisch.

Die für Restore-L entwickelte Technik soll auch für andere Treibstoffe tauglich gemacht werden. Satelliten werden zumeist mit Hydrazin-basierten Treibstoffen betankt, die über große Temperaturbereiche flüssig sind. Künftig soll auch Xenontreibstoff für Ionentriebwerke und kryogene Treibstoffe wie flüssiger Sauerstoff und Wasserstoff für Raketenstufen übertragen werden.

Satelliten sollen roboterfreundlich werden

Zu der Entwicklung soll auch der Bau von roboterfreundlicheren Satelliten gehören, die leichter von anderen Satelliten gewartet werden können. Außerdem könnte die gleiche Technik dazu dienen, funktionsunfähige Satelliten aus dem Orbit zu entfernen, um weiterem Weltraumschrott vorzubeugen.

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Das Betanken von Satelliten wurde bereits auf der ISS mit dem Roboterarm Dextre geprobt. Außerdem existiert bereits ein ähnliches Projekt zur Wiederbelebung von Satelliten der US-Militärbehörde Darpa. Das Ziel von Projekt Phoenix sollen Satelliten im geostationären Orbit sein. Dabei sollen kleine Satelliten an die großen Nachrichtensatelliten andocken, Teile demontieren und an anderen Satelliten wieder anbauen.

Die militärische Beteiligung an US-Projekten dieser Art wird es schwierig machen, die Chinesen von einer vollständig zivilen Natur dieses Programms zu überzeugen. Schließlich könnte die gleiche Technik auch gegen voll funktionsfähige Satelliten angewendet werden, nur ohne friedliche Absichten.

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 Weltraumroboter: Ein R2D2 für Satelliten
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