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Weltraumkolonien: Mars und Mond sind fruchtbar

Extraterrestrische Tomaten, Erbsen und Radieschen: Niederländische Forscher haben verschiedene Nutzpflanzen in simuliertem Mars- und Mondboden angebaut. Sie wollen herausfinden, ob Kolonisten dort Pflanzen anbauen könnten.

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Marskolonie (Symbolbild): Nehmen die Pflanzen Schwermetalle auf?
Marskolonie (Symbolbild): Nehmen die Pflanzen Schwermetalle auf? (Bild: Mars One)

Es wächst etwas auf dem Mars oder dem Mond: Niederländischen Forschern ist es gelungen, zehn verschiedene Gemüsesorten in simuliertem Mars- und Mondboden zu ziehen. Wieger Wamelink und seine Kollegen von der Universität von Wageningen wollten herausfinden, ob es möglich ist, auf dem Mars oder dem Mond Pflanzen zu ziehen.

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Zehn Versuchspflanzen bauten die Forscher im April 2015 an: Erbsen, Kresse, Lauch, Quinoa, Radieschen, Roggen, Rucola, Schnittlauch, Spinat und Tomaten wurden in simuliertem Mars- und Mondboden sowie zur Kontrolle in normaler Erde angepflanzt. Die Pflanzen wuchsen in einem Gewächshaus auf, mit Sauerstoff und bei konstanter Temperatur, Feuchtigkeit und Licht. Geerntet wurde im Oktober.

Frisches Gras war der Erfolgsfaktor

Die Wissenschaftler hatten einige Verbesserungen gegenüber dem ersten Test eingeführt, der zum Erfolg führte: So zogen sie die Pflanzen dieses Mal in Wannen statt in Töpfen. Außerdem gaben sie frisch geschnittenes Gras hinzu. "Das löste das Problem, das wir im ersten Experiment mit der Bewässerung hatten, und brachte Dünger in die Böden", sagte Wamelink.

Damit erzielten die Forscher Fortschritte vor allem auf dem Mondboden: Im ersten Experiment waren darauf die meisten Pflanzen eingegangen. Beim zweiten Anlauf gediehen sie gut. Allerdings produzierten sie weniger Biomasse als die Pflanzen auf dem Mars- und dem Erdboden. Vor allem der Spinat mochte den Mondboden nicht.

Gemüse wächst gut im Marsboden

Die Biomasse, die auf dem simulierten Marsboden gezogen wurde, unterschied sich von der Menge her nur wenig von der Biomasse, die auf dem Erdboden wuchs. "Das hat uns überrascht", sagt Wamelink. "Es zeigt, dass der simulierte Marsboden großes Potenzial hat, wenn er richtig vorbereitet und bewässert wird."

Ob sich Siedler auf dem Mars oder dem Mond aber tatsächlich selbst mit Gemüse versorgen könnten, ist noch unklar: Die Böden enthielten viel Eisen sowie Schwermetalle wie Arsen, Blei und Quecksilber. Nehmen die Pflanzen diese Stoffe auf und lagern sie ein, werden sie giftig und damit ungenießbar.

Sind Mars- und Mondpflanzen essbar?

In einem neuen Projekt will das Team um Wamelink das herausfinden. Dabei wollen sie unter anderem Bohnen und Kartoffeln anbauen. Im kommenden Monat soll es starten. Finanzieren wollen die Forscher es über eine Crowdfunding-Kampagne.

Wenn sich das angebaute Gemüse als unbedenklich erweisen sollte, wollen die Forscher die Unterstützer zu einem Abendessen mit Marsgemüse einladen.

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logi 12. Mär 2016

http://www.imdb.com/title/tt0120199/ Space Truckers von 1996 Laut werstreamt.es leider...

Bitschnipser 11. Mär 2016

Es wurde schon erwähnt: Nur Neutronenstrahlung knallt in die Atomkerne und macht sie...

Dwalinn 11. Mär 2016

Braucht man überhaupt erde? unterm Strich kommt es doch eher auf die Nährstoffe an die es...

tingelchen 11. Mär 2016

Jup. Da die Pflanzen neben den Metallen auf immer noch die gleiche Menge an Nährstoffen...

nicoledos 11. Mär 2016

die Niederländer haben lange Erfahrung mit dem Grasanbau


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