Inlandsstarts und Trümmer, die in bewohntes Gebiet fallen

Da das Meer zu weit entfernt ist, gehen die Booster auf Land herunter. Sie erreichen nicht annähernd die Geschwindigkeiten, die nötig wären, damit sie verglühen könnten. Ohne die extremen Geschwindigkeiten, mit denen sich Raketen im Orbit bewegen, reicht die Luftreibung nur aus, um das Metall zu erhitzen, aber nicht, um es zu schmelzen.

Stellenmarkt
  1. IT Support- und Digitalisierungsmanager(in) (w/m/d)
    Krone gebäudemanagment und technologie gmbh, Berlin
  2. Projektleiter*in Digitalisierung
    Universitätsstadt MARBURG, Marburg
Detailsuche

Am Ende müssen sich die Verantwortlichen darauf verlassen, dass der Oblast Amur, wie der Osten Russlands allgemein, extrem dünn besiedelt ist. Die Landezonen der Booster können auch so gelegt werden, dass in ihnen keine größeren Siedlungen liegen. Trotzdem kann man davon ausgehen, dass es auch von Wostotschny Bilder abgestürzter Raketenteile in mehr oder weniger großer Menschennähe geben wird.

Japan mag keine herabfallenden Trümmer

Sicher hätte ein Kosmodrom an der Ostküste Russlands große Vorteile gehabt. Zumal die Küste in Richtung Wladiwostok auch noch etwas weiter in den Süden reicht. Aber vor der Küste ist Japan. Die Gefahr von herabfallenden Trümmern bei Fehlfunktionen wäre den ohnehin gespannten Beziehungen beider Länder sicher nicht zuträglich gewesen.

Mit Baikal ist zwar seit längerer Zeit ein Konzept für einen rückkehrenden Booster mit Flügeln in der Entwicklung. Aber durch die aktuell schlechte wirtschaftliche Situation in Russland ist diese Entwicklung in noch weitere Ferne gerückt.

Chinas Startplätze liegen im Landesinnern

Golem Akademie
  1. Terraform mit AWS: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    14.–15. Dezember 2021, Virtuell
  2. Scrum Product Owner: Vorbereitung auf den PSPO I (Scrum.org): virtueller Zwei-Tage-Workshop
    3.–4. März 2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Allerdings ist Russland mit diesen Problemen nicht allein. In China wurden die Weltraumbahnhöfe durchweg im Landesinneren errichtet - und bei weitem nicht nur in dünn besiedelten Gegenden.

In einem besonders tragischen Fall ist eine Trägerrakete vom Typ Langer Marsch 3B beim Start des Satelliten Intelsat 708 für ein US-Unternehmen sogar in Dorf gestürzt, wahrscheinlich mit mehreren Hundert Toten. Sicher einer der Gründe, weshalb auch China einen neuen Startplatz auf der südlichen Insel Hainan baut, wo die Raketen in Richtung Pazifik starten können. Auch dort ist das mit der Einführung einer neuen Raketengeneration, der Langen Marsch 5, 6 und 7, verbunden.

Neue Startrampen überall auf der Welt

In vielen weiteren Ländern werden ebenfalls Weltraumbahnhöfe gebaut. Rocket Lab will seine neue Electron-Rakete in Neuseeland starten lassen. SpaceX hat 2014 mit dem Bau einer Startrampe für die Falcon-Raketen begonnen. Sie befindet sich am südlichsten Punkt von Texas, an der Mündung des Rio Grande, in der Nähe des 26-Einwohner-Dorfs Bocca Chica. Der Grund dafür ist die Überlastung der Aufsichtsbehörden am Kennedy Space Center bei der Koordinierung der diversen Raketenstarts.

Es geht aber auch ohne den Bau von Weltraumbahnhöfen

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Die geographische Breite entscheidetRaketen können auch ohne Weltraumbahnhöfe starten 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6.  


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Kanadische Polizei
Diebe nutzen Apples Airtags zum Tracking von Luxuswagen

Autodiebe in Kanada nutzen offenbar Apples Airtags, um Fahrzeuge heimlich zu orten.

Kanadische Polizei: Diebe nutzen Apples Airtags zum Tracking von Luxuswagen
Artikel
  1. 4 Motoren und 4-Rad-Lenkung: Tesla aktualisiert Cybertruck
    4 Motoren und 4-Rad-Lenkung
    Tesla aktualisiert Cybertruck

    Tesla-Chef Elon Musk hat einige Änderungen am Cybertruck angekündigt. Der elektrische Pick-up-Truck wird mit vier Motoren ausgerüstet.

  2. DSIRF: Hackerbehörde Zitis prüft österreichischen Staatstrojaner
    DSIRF
    Hackerbehörde Zitis prüft österreichischen Staatstrojaner

    Deutsche Behörden sind mit mehreren Staatstrojaner-Herstellern im Gespräch. Nun ist ein weiterer mit Sitz in Wien bekanntgeworden.

  3. Blender Foundation: Blender 3.0 ist da
    Blender Foundation
    Blender 3.0 ist da

    Die freie 3D-Software Blender bekommt ein Update - wir haben es uns angesehen.
    Von Martin Wolf

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Saturn-Advent: SanDisk Ultra 3D 1 TB 77€ • KFA2 Geforce RTX 3070 OC 8GB 1.019€ • Alternate (u. a. AKRacing Core SX 269,98€) • Sharkoon PureWriter RGB 44,90€ • Corsair K70 RGB MK.2 139,99€ • 2x Canton Plus GX.3 49€ • Gaming-Monitore günstiger (u. a. Samsung G3 27" 144Hz 219€) [Werbung]
    •  /