Weltraum: ISS muss erneut Satellitentrümmern ausweichen

Vor über einem halben Jahr sprengte Russland einen alten Satelliten im Orbit, nun muss die ISS wieder den Trümmern von Kosmos-1408 ausweichen.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
Trümmerteile im Orbit können die ISS gefährden.
Trümmerteile im Orbit können die ISS gefährden. (Bild: Nasa)

Die Internationale Raumstation (ISS) habe ihren Kurs ändern müssen, um Schrott eines vor sieben Monaten zerstörten sowjetischen Spionagesatelliten auszuweichen. Das teilte der Leiter der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos, Dmitri Rogosin, am 16. Juni 2022 auf Telegram mit.

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Das Triebwerk des angekoppelten Progress-Raumschiffs habe die Flugbahn der Raumstation verändert, um die gefährliche Annäherung an ein Trümmerteil des Satelliten Kosmos-1408 zu vermeiden. Beim Test einer Antisatellitenwaffe am 15. November 2021 hatte das russische Militär den künstlichen Himmelskörper zerstört.

Schon damals gab es scharfen Protest der USA, weil die Trümmer die ISS gefährden könnten. Bei den ersten Durchflügen der Raumstation durch das Trümmerfeld musste die Besatzung sicherheitshalber Raumanzüge anlegen und sich in die Rettungskapsel begeben. Insgesamt sah das russische Militär im Gegensatz zu anderen Experten keine Gefahr für die Station.

Experten beklagen Erschwerung der Arbeit im Erdorbit

Der deutsche Raumfahrtkoordinator Thomas Jarzombek sagte zu dem Vorgang gegenüber Golem.de: "Das ist unfassbar verantwortungslos und macht die friedliche Nutzung des Weltraums viel, viel schwerer. Dass Russland dabei auch das Leben der eigenen Kosmonauten aufs Spiel setzt, zeigt den Zynismus dieser Aktion." Die Trümmer sollen auch das Starlink-Netzwerk gefährden.

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Der aus Sowjetzeiten stammende Aufklärungssatellit Kosmos-1408 wurde 1982 ins All geschossen. Er funktionierte zwei Jahre lang und verblieb dann im Weltraum. Auf der ISS arbeiten derzeit drei russische Kosmonauten, zwei US-Amerikaner, eine US-Amerikanerin und eine Italienerin.

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