Weltraum-Fabrik: Mitsubishi arbeitet an einer Satellitenfabrik im Weltraum

Mit einem 3D-Printer und einem neuen Harzgemisch will Mitsubishi eine Weltraumfabrik bauen. Diese soll Antennen für Satelliten produzieren.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Screenshot aus dem Video zur Weltraumfabrik von Mitsubishi Electric.
Screenshot aus dem Video zur Weltraumfabrik von Mitsubishi Electric. (Bild: Mitsubishi Electric)

Die Mitsubishi Electric Corporation will Satellitenantennen mit einer kleinen Fabrik im Weltall herstellen. Dafür wird das japanische, seit 1921 bestehende Unternehmen die 3D-Drucktechnik an Bord eines winzigen Cubesats verwenden. Die Cubesat-Fabrik soll gerade einmal 10 x 10 x 30 Zentimeter groß sein. Zur Fertigung der Antennen wurde ein lichtempfindliches Harz für den Einsatz im Vakuum des Weltraums entwickelt.

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Das Flüssigharz könne durch Fotopolymerisation und somit durch das sichtbare und ultraviolette Licht der Sonne aushärten, verkündete das Unternehmen in einer Pressemitteilung vom 17. Mai 2022. Mit der Technologie will Mitsubishi kleine, kostengünstige Raumfahrzeuge mit Antennenreflektoren im Weltraum versorgen können.

Große Strukturen durch winzige Fabrik

Trotz der geringen Größe der geplanten Weltraumfabrik sollen größere Strukturen im All produziert werden können. Zudem erwartet die Firma, "dass die harzbasierte On-Orbit-Fertigung es ermöglicht, die Strukturen von Raumfahrzeugen dünner und leichter zu machen als herkömmliche Konstruktionen". Das wären unter anderem Stoffe, die den Belastungen beim Start und beim Eindringen ins Weltall durch die Erdatmosphäre hindurch nicht standhalten können.

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Wenn die Produktion großer Antennen im Orbit gelingt, könnten kleinere Satelliten eine höhere Bandbreite für ihre Dienste garantieren. Durch die geringe Größe der Cubesats fallen die angebrachten Antennen bei manchen Modellen kleiner aus, was zulasten der Übertragungsrate geht. Es gibt aber auch alternative Verfahren, bei denen die Antennen ausgeklappt werden können.

Dennoch könnte die Technologie die Entwicklungskosten der Antennen für Raumfahrtunternehmen verringern. Zudem würden die Satelliten etwas leichter werden und die Startkosten damit sinken. Wie die gefertigten Satellitenantennen made in Space dann von den Raumfahrzeugen in Empfang genommen und angebracht werden, gab Mitsubishi noch nicht gekannt. Das erste Antennenmodell konnte man zumindest auf der Erde bereits herstellen.

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