Weltgesundheitstag: Wieder Streik an vier Amazon-Standorten

Der Weltgesundheitstag ist für die Lagerarbeiter bei Amazon Streiktag. Amazon zahlt eine Prämie, wenn der eigene Krankenstand und der in der Gruppe niedrig sind.

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Amazon-Arbeiter im Streik
Amazon-Arbeiter im Streik (Bild: Verdi)

Am Weltgesundheitstag sind die Beschäftigen an den Amazon-Standorten Rheinberg, Werne, Bad Hersfeld und Koblenz seit der Nachtschicht oder dem frühen Morgen im Streik. Das gab die Gewerkschaft Verdi am 7. April 2017 bekannt. Die Streiks für einen Tarifvertrag dauern vorläufig bis zum Ende der Spätschicht an.

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Verdi-Sprecherin Eva Völpel sagte Golem.de auf Nachfrage: "Es sind heute rund 1.550 Streikende an den fünf Standorten Bad Hersfeld, Leipzig, Werne, Rheinberg und Koblenz gewesen."

Verdi-Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger kritisierte hohen Druck, Arbeitshetze und Kontrollen, ein überdurchschnittlich hoher Krankenstand sei die Folge. "Doch statt mehr für die Gesundheit der Beschäftigten zu tun, führt Amazon Gesundheitsprämien ein, die Kranke unter Druck setzen und das Misstrauen der Beschäftigten untereinander fördern."

Um den Krankenstand in seinen Versandzentren zu senken, gibt es seit vergangenem Jahr eine aus mehreren Komponenten bestehende Erfolgsprämie. Die Arbeiter erhalten mehr Geld, wenn sie sich seltener krank melden. Die Höhe der Prämie ist nach Krankheitstagen gestaffelt und an einen Gruppenbonus gekoppelt, nicht nur die eigenen Krankheitstage zählen. Die maximale Prämie beträgt zehn Prozent des monatlichen Bruttogehalts. Amazon-Sprecherin Anette Nachbar verweist darauf, dass im vergangenen Jahr mehr als 5.400 der bundesweit etwa 13.000 Beschäftigten an Gesundheitskursen teilgenommen hätten. Es gebe Aufwärm- und Ausgleichsübungen, Fußball, Volleyball und physiotherapeutische Beratung.

Was sind die Streikziele?

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Bereits vor einem Jahr hat eine Umfrage am Weltgesundheitstag ergeben, dass für die Amazon-Beschäftigten neben der Frage der Höhe der Löhne auch die gesundheitsschädlichen Arbeitsbedingungen ein wichtiges Thema sind. So haben in Rheinberg 98,6 Prozent und in Werne 97,8 Prozent der befragten Beschäftigten angegeben, dass die Leistungsanforderungen zu hoch sind und immer noch höher gesetzt würden.

Bei den Streiks bei Amazon geht es den Beschäftigten seit Mai 2013 um eine etwas höhere Bezahlung, Urlaubsgeld und tarifliches Weihnachtsgeld durch einen Tarifvertrag.

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Kleba 08. Apr 2017

+1 - Hatte auch so einen Kollegen, der meinte eine einfache Erkältung wäre kein Problem...

negecy 07. Apr 2017

+1 genau das und Verdi zeigt regelmäßig, wie realitätsfremd man ist und wie die...

Niaxa 07. Apr 2017

Sorry, aber die Erfahrung der Leute spricht meistens eine andere Sprache. Chronisch...

ephilipp83... 07. Apr 2017

Und es stellt sich die Frage: Wenn die Pausen und der wenige Ausgleich bemängelt werden...



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