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Weltgesundheitsorganisation: Computerspiele können zu Hörschäden führen

Tinnitus oder andere Hörschäden: Davon sind Gamer erstaunlich oft betroffen. Die WHO hat eine neue Studie zu dem Thema veröffentlicht.
/ Peter Steinlechner , dpa
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VR-Spieler mit Headset (Bild: BEHROUZ MEHRI/AFP via Getty Images)
VR-Spieler mit Headset Bild: BEHROUZ MEHRI/AFP via Getty Images

Jungen Menschen drohen bei übermäßig häufigem und lautem Computerspielen Hörschäden. Zum Welttag des Hörens (3. März) hat die Weltgesundheitsorganisation WHO einen neuen Standard für Games und Geräte, auf denen die Spiele gehört werden, vorgestellt. Die Dokumente mit dem Titel Safe listening for Video Gameplay and Esports sind als Download(öffnet im neuen Fenster) verfügbar.

Weltweit beschäftigten sich drei Milliarden Menschen mehr oder weniger regelmäßig mit Computerspielen, so die WHO. Studien hätten gezeigt, dass Jugendliche, die regelmäßig spielten, doppelt so häufig Hörfähigkeiten im Hochfrequenzbereich verlören wie vergleichbare junge Menschen, die nicht spielten.

Sie hätten auch ein deutlich höheres Risiko, einen Tinnitus zu entwickeln, berichtete die WHO. Mit Tinnitus sind Geräusche wie Pfeifen, Zischen oder Klingeln gemeint, die über einen längeren Zeitraum oder ständig im Ohr wahrgenommen werden.

Eine Milliarde Menschen betroffen

Eine systematische Untersuchung zahlreicher Studien habe gezeigt, dass weltweit mehr als eine Milliarde junger Erwachsener Gefahr liefen, durch ungesunde Kopfhörernutzung Hörschäden davonzutragen, so die WHO.

Die WHO empfiehlt nun Herstellern, Nutzer ab einer bestimmten Lautstärke individuell vor Risiken zu warnen. Zudem sollten Kopfhörer Sicherungssysteme haben, um zu laute Töne zu dämmen. Lautstärkepegel müssten möglichst nutzerfreundlich sein. Spieler sollten auch bestimmte einzelne Geräusche innerhalb des Spiels herunterfahren können.

Spielehersteller sollten beachten, dass Geräusche, die einen Tinnitus auslösen können, vermieden werden sollten. Die WHO appellierte an Hersteller von Spielen und Geräten sowie an Regierungen, die neuen Standards umzusetzen.


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