Weltanschauung: Schon wieder eine KI-Schlagzeile (seufz)? Muss sein!

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Künstliche Intelligenz ist das Tech-Thema des Jahres. Vielleicht des Jahrzehnts. Mehr als Quantencomputing und Kernfusion. Dabei sind sich viele nicht einig, was der Begriff KI bedeutet. Das führt zu Verwirrung und macht es schwer zu verstehen, was mit dieser Art Technologie möglich ist. Kann sie uns retten? Bedroht sie die Menschheit? Oder geht es um etwas ganz anderes?
Eine Studie des Forecasting Research Institute(öffnet im neuen Fenster) (FRI) zeigt, dass Experten zu KI "grundlegende Meinungsverschiedenheiten in der Weltanschauung" haben. Das Problem sei, dass wir, was KI betrifft, in so unterschiedlichen Universen leben, dass nicht mal Einstein und Rosen sie überbrücken könnten.
Nicht schon wieder KI!
Das zeigt sich auch in der Müdigkeit, mit der viele Tech-affine Mensch inzwischen auf das Thema reagieren: "Nicht schon wieder eine KI-Schlagzeile (seufz)." Denn viele Berichte sind reine Spekulation. Sie sind entweder so utopisch oder so unheilvoll, dass sie kaum etwas mit den Tatsachen dieses Teilbereichs der Informatik zu tun haben.
Künstliche Intelligenz habe schneller als jede andere Technologie "einen kulturellen Sättigungsgrad erreicht" , schreibt der unabhängige Tech-Korrespondent Jack McNamara(öffnet im neuen Fenster) . Gestern seien alle neugierig gewesen, heute seien sie einfach erschöpft. Vor allem die Diskrepanz zwischen übertriebenen Narrativen und der Realität sei ermüdend.
"Auf der einen Seite gibt es Menschen, die davon überzeugt sind, dass KI bis nächsten Dienstag jedes Problem lösen und jeden Arbeitsplatz ersetzen wird" , sagt er. Auf der anderen Seite gebe es Menschen, die glauben, dass alles nur Hype sei, der "ganz allein dafür verantwortlich ist, die Erde in Schutt und Asche zu legen." Viele haben diese Polemik satt.