Weltall: China steigt ins Wettrennen der Weltraumfabriken ein

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Ein chinesisches Forschungsteam erweitert das Wettrennen mit den USA im Weltraum um einen weiteren Sektor: Ende 2025 hat das Institut für Mechanik, eine Tochtergesellschaft der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS), einen Durchbruch in der Technologie der aufblasbaren Weltraummodule erreicht und möchte sich nun als Nächstes dem Bau einer Weltraumfabrik widmen(öffnet im neuen Fenster) .
Im Gegensatz zu den USA steht China in diesem Wettrennen allerdings noch am Anfang. Bereits 2023 testete das US-Unternehmen Varda Space Industries(öffnet im neuen Fenster) die weltweit erste Weltraumfabrik im Orbit. Und auch Mitsubishi Electric Corporation arbeitet an einer Satellitenfabrik . Der Sektor für Fertigung und Montage im Weltraum ist zwar klein, bietet aber einige Vorteile.
Fertigung und Montage im Weltraum
Laut der CAS ist die erweiterbare, aufblasbare Struktur eine ideale Plattform für die zukünftige Massenproduktion von Biopharmazeutika, 3D-Druckerzeugnissen und neuen Materialien, die so auf der Erde nicht produzieren werden können. Halbleiter und Arzneimittel sollen durch die Schwerelosigkeit einen höheren Reinheitsgrad erreichen.
Durch die verringerte Schwerkraft könne zudem die Qualität und Stabilität einiger optischer Komponenten verbessert werden, indem innere Spannung und Defekte minimiert werden, so die CAS. Im Weltraum könnten damit die Teleskope der nächsten Generation oder ultraleichte Funkantennen entstehen. Spezialisierte Firmen könnten zudem riesige Strukturen herstellen, die weitaus größer sind als alles, was Raumfahrtfirmen und -behörden bisher in den Orbit bringen konnten.
Denn herkömmliche Orbitalplattformen können großangelegte multifunktionale Fertigungsaufgaben kaum bewältigen, da die Größe der Trägerraketen zu Einschränkungen führt. Außerdem sind die hohen Baukosten und die Plattformerweiterung im Weltraum ein weiteres Problem bei der Umsetzung.