Weitreichende Zusammenarbeit: BMW und Daimler wollen bei Elektroautos kooperieren

BMW und Daimler sind eigentlich Konkurrenten, doch die Themen E-Mobilität und autonomes Fahren wirbeln die Branche durcheinander, so dass die Unternehmen einem Medienbericht zufolge künftig eng kooperieren wollen.

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Daimler und BMW wollen eng kooperieren
Daimler und BMW wollen eng kooperieren (Bild: Pexels/CC0 1.0)

BMW und Daimler wollen einem Bericht der Süddeutschen Zeitung nach eine gemeinsame Plattformen für künftige Modelle schaffen. Darüber verhandeln die Unternehmen derzeit. Wie die Kooperation aussehen könnte, ist noch nicht klar. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung gibt es seit Monaten vertrauliche Gespräche zwischen den Autoherstellern.

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Würde eine gemeinsame Plattform für Elektroautos genutzt, könnten hohe Beträge gespart werden, weil nur einmal entwickelt werden muss. Die Entwicklungsschefs Ola Källenius (Daimler) und Klaus Fröhlich (BMW) sollen schon bei gemeinsamen Sitzungen dabei gewesen sein. Daimler soll die treibende Kraft hinter dem Vorhaben sein. Das könnte auch daran liegen, dass Källenius im Mai 2019 das Amt des Daimler-Chefs Dieter Zetsche übernehmen soll und ein Profilierungsprojekt benötigt. Wenn dabei Milliarden Entwicklungskosten eingespart werden, dürfte das nützlich sein.

Wie eine gemeinsame Plattform aussehen könnte, ist noch weitgehend unklar, da die Unternehmen bisher sehr unterschiedliche Strategien verfolgten. BMW baut seine Modelle derzeit als Verbrenner, Plug-in-Hybrid oder reines Elektroauto, Daimler hat seine Elektrobaukästen geteilt, einen für die elektrisch angetriebenen Ableger bereits bestehender Modelle, einen für neue E-Modelle der Oberklasse.

Gegen die Pläne wird in beiden Unternehmen opponiert. Die größte Gefahr sehen Kritiker in der möglichen Verwässerung des Markenkerns, wenn die Plattform austauschbar ist. Wie die Fahrzuge sich dann deutlich voneinander abgrenzen sollen, ist nicht bekannt.

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Das zweite Feld, in dem Daimler und BMW zusammen arbeiten wollen, ist nach Informationen der Süddeutschen Zeitung das autonome Fahren. Hier sollen schon Ende Juni 2019 die Verhandlungen abgeschlossen und die Kooperation geschlossen werden.

Auch die Konkurrenz von Daimler und BMW geht Bündnisse mit bisherigen Konkurrenten ein. Volkswagen beteiligt sich laut Medienbericht mit fast zwei Milliarden US-Dollar an Fords Plänen zur Entwicklung autonomer Fahrzeuge. So sollen die hohen Kosten für die Entwicklung eigenständig fahrender Autos abgefedert werden. Außerdem will Volkswagen seinen Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB) für Wettbewerber öffnen. Mit einer Lizenzierung des MEB können auch Unternehmen außerhalb des Konzerns damit Elektroautos bauen. Erster Partner, der den MEB nutzen will, ist das Startup E.Go. Die Lizenzierung ist etwas Neues in der Autobranche, für Volkswagen sprechen betriebswirtschaftliche Gründe dafür: Durch eine hohe Verbreitung des MEB und die damit verbundenen Skaleneffekte will VW die Kosten der E-Mobilität senken.

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Frau_Holle 15. Mär 2019

Danke für die Links, die waren lustig.

Nullmodem 15. Mär 2019

Kein Autobeitrag ohne sinnlosen Skandalkommentar, nur weil im Text irgendwas zu VW...

Rolf Schreiter 15. Mär 2019

Kaum! Über diesen Punkt ist man schon längst drüber hinaus bei den Herstellern wie man...

Dcs69S 15. Mär 2019

Geht es um Oberleitung oder um Steckladekabel? Die zweiten sind sicher nicht aus Stahl...



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