• IT-Karriere:
  • Services:

Weitergabe von Metadaten: Whatsapp widerspricht Datenschutzbeauftragtem Kelber

Gibt Whatsapp Metadaten an Facebook weiter? Kelber vermutet dies, Whatsapp widerspricht schwammig.

Artikel veröffentlicht am ,
Was Whatsapp wohl alles an Facebook weitergibt?
Was Whatsapp wohl alles an Facebook weitergibt? (Bild: HeikoAL/Pixabay)

"Aus gegebenem Anlass möchte ich darauf hinweisen, dass der Einsatz von Whatsapp für eine Bundesbehörde ausgeschlossen ist", stellte Bundesdatenschutzbeauftragter Ulrich Kelber kürzlich in einem Schreiben an alle Bundesministerien und -behörden klar. "Allein durch die Versendung von Nachrichten werden jedes Mal Metadaten an Whatsapp geliefert", erklärt Kelber laut Handelsblatt in dem Schreiben. Es sei davon auszugehen, dass die Metadaten unmittelbar an Whatsapp-Eigentümer Facebook weitergegeben würden. Dem widerspricht Whatsapp.

Stellenmarkt
  1. Niedersächsischer Landesrechnungshof, Hildesheim
  2. Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH, Stuttgart

Metadaten sind die Rahmendaten einer Kommunikation, also beispielsweise wer mit wem zu welchem Zeitpunkt, mit welcher IP-Adresse und wie lange kommuniziert. Im Falle von Whatsapp lassen sich allein aus der Tatsache, dass ein Bürger mit einer Bundesbehörde kommuniziert habe, sowie aus der Häufigkeit von Nachrichten Rückschlüsse ziehen, erklärt Kelber. "Diese tragen, wenn auch nur als kleiner Mosaikstein, zur verstärkten Profilbildung bei."

"Whatsapp kann keine Nachrichten lesen, da diese standardmäßig durchgehend verschlüsselt sind", erklärte ein Whatsapp-Sprecher dem Handelsblatt. In Kelbers Kritik ging es jedoch um die unverschlüsselten Metadaten, die automatisiert ausgewertet werden können und welche Rückschlüsse auf die Inhalte sowie Kommunikationspartner und -netzwerke zulassen. Auf Nachfrage von Golem.de präzisiert Whatsapp seine Aussage: "Whatsapp gibt keine Benutzer-Metadaten an Facebook weiter, um Facebook-Profile zu erstellen oder Facebook-Produkte oder -Werbung anderweitig zu verbessern."

Unklar bleibt jedoch, was Whatsapp unter "Benutzer-Metadaten" versteht, da die Meta- oder Kommunikationsdaten bei jeder übertragenen Nachricht anfallen und insofern nicht klar wird, ob Kelber und Whatsapp von der gleichen Datenkategorie sprechen. Eine diesbezügliche Nachfrage von Golem.de hat Whatsapp bisher noch nicht beantwortet.

Unklar bleibt außerdem, zu welchen Zwecken Metadaten weitergegeben werden. In seiner Antwort schließt Whatsapp nur die Weitergabe zur Erstellung von Facebook-Profilen oder zur anderweitigen Verbesserung der Facebook-Produkte und -Werbung aus. Die Einschränkungen lassen jedoch etliche weitere Nutzungsmöglichkeiten offen, darunter auch die Bildung und Auswertung von Nutzungsprofilen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 26,99€
  2. 68,23€ (Release 03.12.)

Keep The Focus 26. Mai 2020

Also, wenn das ein x86-Rechner ist: docker, ansible, apt Wenn nicht, Debian hat auf...

Neremyn 26. Mai 2020

Dafür muss nicht unbedingt der Gesprächs Inhalt besprochen werden es reicht aus wenn...

Kein Kostverächter 19. Mai 2020

Das ist ja das schöne an Lösungen wie Jitsi. Man kann es einfach haben, also einfach...

Kein Kostverächter 19. Mai 2020

Das ist ungefähr so, als wenn man jemandem vorwirft, alte Omis auszurauben und der...

crazypsycho 19. Mai 2020

Bei Microsoft war es Rufmord. Die mussten da so reagieren. Hätten sie nur drum gebeten...


Folgen Sie uns
       


PC-Hardware: Warum Grafikkarten derzeit schlecht lieferbar sind
PC-Hardware
Warum Grafikkarten derzeit schlecht lieferbar sind

Eine RTX 3000 oder eine RX 6000 zu bekommen, ist schwierig: Eine hohe Nachfrage trifft auf Engpässe - ohne Entspannung in Sicht.
Eine Analyse von Marc Sauter

  1. Instinct MI100 AMDs erster CDNA-Beschleuniger ist extrem schnell
  2. Hardware-accelerated GPU Scheduling Besseres VRAM-Management unter Windows 10

Star Wars: Darth-Vader-Darsteller Dave Prowse ist tot
Star Wars
Darth-Vader-Darsteller Dave Prowse ist tot

Er war einer der großen Stars der originalen Star-Wars-Trilogie und doch kaum jemandem bekannt. David Prowse ist im Alter von 85 Jahren gestorben.
Ein Nachruf von Peter Osteried

  1. Spaceballs Möge der Saft mit euch sein
  2. The Mandalorian Erste Folge der zweiten Staffel ist online
  3. Star Wars Disney und Lego legen Star Wars Holiday Special neu auf

iPhone 12 Mini im Test: Leistungsstark, hochwertig, winzig
iPhone 12 Mini im Test
Leistungsstark, hochwertig, winzig

Mit dem iPhone 12 Mini komplettiert Apple seine Auswahl an aktuellen iPhones für alle Geschmäcker: Auf 5,4 Zoll sind hochwertige technischen Finessen vereint, ein besseres kleines Smartphone gibt es nicht.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple Bauteile des iPhone 12 kosten 313 Euro
  2. Touchscreen und Hörgeräte iOS 14.2.1 beseitigt iPhone-12-Fehler
  3. iPhone Magsafe ist nicht gleich Magsafe

    •  /