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Weiße Flecken: Funklochamt hat Versorgung von zweitem Standort vorbereitet

Laut MIG sind bereits die Ausbauabsichten der Unternehmen für rund 500 Gebiete abgefragt worden. Weiße Flecken werden geschlossen, aber das dauert.
/ Achim Sawall
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Ernst-Ferdinand Wilmsmann, Chef der MIG (Bild: Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG))
Ernst-Ferdinand Wilmsmann, Chef der MIG Bild: Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG)

Die Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG) hat ihren offiziell zweiten Förderaufruf veröffentlicht. Wie die MIG am 5. Mai 2022 bekanntgab, wird in Möhnesee (Landkreis Soest), einer Gemeinde in Nordrhein-Westfalen, ein Standort versorgt. Mit dem Mobilfunkmast sollen zukünftig rund 60 Haushalte und ein großer Ferienpark mindestens 4G-Empfang bekommen.

"Den Standort haben wir mit Hilfe engagierter Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen im örtlichen Landratsamt und in der Gemeinde gefunden. Das Beispiel zeigt, wie wichtig gute Kontakte vor Ort sind" , sagte MIG-Geschäftsführer Ernst Ferdinand Wilmsmann.

Die MIG soll weiße Flecken in Deutschland ausfindig machen , die gar nicht mit Mobilfunk oder nur mit 2G versorgt sind und wo zudem keine Ausbauverpflichtungen bestehen. Die MIG hat zudem weitere 150 Markterkundungsverfahren für Gebiete ohne Versorgung gestartet. Damit beläuft sich die Anzahl der veröffentlichten Markterkundungsverfahren insgesamt auf 517.

Laut Wilmsmann wurden inzwischen die Ausbauabsichten der Unternehmen für rund 500 Gebiete abgefragt. 367 davon sind bereits abgeschlossen und die Ergebnisse ausgewertet. "Die verbleibenden 'weißen Mobilfunkflecken' werden von uns für einen geförderten Mobilfunkausbau vorbereitet" , erklärte Wilmsmann. Danach erfolge die Standortsuche und -vorbereitung, Musterverträge, die Grundstücke für geförderte Standorte bereitstellen könnten, würden vorbereitet. Erst wenn das Grundstück vorvertraglich gebunden und die technische Vorplanung erfolgt ist, wird ein Förderaufruf veröffentlicht.

Der scheidende Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer hatte bereits am 6. Dezember 2021 bekanntgegeben , dass es ein erstes Förderprojekt gibt – ausgerechnet in seinem Wahlkreis in Passau (Wegscheid).


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