Weihnachtsgeschäft: Onlinehändler erwarten Überlastung der Paketdienste

Eine geringere Verfügbarkeit der Waren macht dem Onlinehandel zusätzlich Probleme. Zudem erwarten weniger Händler Umsatzsteigerungen durch die Pandemie.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Wieder besonders harte Zeiten für die Zusteller
Wieder besonders harte Zeiten für die Zusteller (Bild: Sean Gallup/Getty Images)

Drei Viertel der Onlinehändler (74 Prozent) befürchten in diesem Weihnachtsgeschäft eine Überlastung der Paketdienste. Das geht aus einer Umfrage des Händlerbundes hervor. Engpässe im logistischen Bereich sind damit auch 2021 die größte Sorge der Händler in der wichtigsten Verkaufszeit des Jahres.

Im Vergleich zu den Vorjahren ist die Zahl der Händler, die eine Überlastung der Lieferdienste befürchten, allerdings leicht rückläufig. Vor einem Jahr glaubten sogar 81 Prozent der Händler, die Lieferdienste könnten an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen. Dass diese Befürchtungen etwas geringer geworden sind, könne mit den Investitionen zusammenhängen, die Lieferdienste zuletzt in die Optimierung ihres Angebots gesteckt hätten, vermutet der E-Commerce-Verband.

Fast jeder zweite Händler (45 Prozent) nannte als Problem außerdem die geringere Warenverfügbarkeit durch die Schwierigkeiten in den globalen Lieferketten im diesjährigen Weihnachtsgeschäft.

Onlinehandel 2021: Licht und Schatten

Insgesamt sind die Onlinehändler der Umfrage zufolge in diesem Jahr nicht ganz so euphorisch wie im Coronajahr 2020. Nur noch jeder dritte Händler berichtete von positiven Pandemie-Effekten auf das eigene Geschäft. Vor einem Jahr war es noch mehr als die Hälfte der E-Commerce-Anbieter. Rund 38 Prozent der befragten Händler gaben dagegen an, das Coronavirus schade ihrem Geschäft (Vorjahr: 22 Prozent).

Nur noch 43 Prozent der Händler erwarten höhere Umsätze als im vorigen Weihnachtsgeschäft. Im Vorjahr taten dies 56 Prozent. Jeder fünfte befragte Onlinehändler rechnet sogar mit Umsatzeinbußen. An der Umfrage beteiligten sich 357 Onlinehändler.

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