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Weihnachtsgeschäft 2026: Apple bringt noch kein iPhone 18 - und jetzt?

Anders als bisher hat Apple zwar das iPhone 18 Pro vorgestellt, aber kein iPhone 18. Wird das fehlende Basismodell zum Problem?
/ Tobias Költzsch
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Das neue iPhone 18 Pro - ein iPhone 18 gibt es noch nicht. (Bild: Apple)
Das neue iPhone 18 Pro - ein iPhone 18 gibt es noch nicht. Bild: Apple

Auf eines konnte man sich bei Apple bisher verlassen: Wenn neue iPhones vorgestellt wurden, dann in der Regel die komplette Reihe – also Basismodell sowie die Pro-Modelle. In diesem Jahr war das anders: Zusammen mit dem iPhone 18 Pro und Pro Max hat Apple das faltbare iPhone Duo präsentiert, das in der Hands-on-Zone in Cupertino Augenzeugen zufolge die meiste Aufmerksamkeit auf sich zog.

Ein Basismodell fehlt erstmals seit Jahren – und damit ein günstigerer Weg, in die neue Modellreihe einzusteigen. Wer aktuell ein Basis-iPhone haben möchte, kann weiterhin das iPhone 17 von 2025 kaufen, allerdings zu einem gestiegenen Preis. Die Frage ist: Wird sich der Verzicht auf diesen preiswerteren Einstieg im Laufe des Weihnachtsgeschäfts für Apple rächen?

Die Antwort darauf ist nicht ganz so einfach, wie man vielleicht denken mag. Grundsätzlich sei gesagt, dass alle Überlegungen hierzu auf Erfahrungen in der Vergangenheit beruhen. Wie das Weihnachtsgeschäft tatsächlich für Apple gelaufen sein wird, wissen wir erst im nächsten Jahr.

Ist der momentane Verzicht auf das iPhone 18 ein Problem?

Der momentane Verzicht auf das preiswerte Modell klingt zunächst erst mal nach einem möglichen Problem: Viele Menschen haben aktuell nicht viel Geld übrig, also könnte Apples Produktpolitik Einbußen bedeuten. Anstatt ein teureres Pro-Modell oder ein älteres iPhone 17 zu kaufen, könnten Interessenten warten, was für das traditionell umsatzstarke Weihnachtsgeschäft schlecht wäre.

Ein Blick auf die Daten vom letzten Jahr zeigt aber, dass das Basismodell des iPhone 17 zu Weihnachten 2025 gar nicht das am besten verkaufte neue iPhone war. Bei den drei US-Netzanbietern AT&T, T-Mobile und Verizon war das iPhone 17 Pro Max der Topseller, wie Counterpoint berichtete(öffnet im neuen Fenster). Das Interesse am preiswerteren iPhone 16e war bei Prepaid-Nutzern hoch.

Dieser Trend setzte sich Anfang 2026 fort, berichtete CIRP(öffnet im neuen Fenster). Ausgehend von den Erfahrungen des letzten Jahres könnten viele Interessenten also auch zu Weihnachten 2026 ohnehin eher an einem Pro-Modell interessiert sein, was den Verzicht auf das Basismodell verschmerzbar macht. In Apples wichtigem Markt USA beziehen zudem viele Nutzer ihr Smartphone von Netzbetreibern und über zinsfreie Ratenzahlungen, was die Anschaffungskosten verteilt und den Kauf eines teureren Modells erleichtert.

Bauteile sind knapp – und Pro-Modelle werfen mehr Gewinn ab

Für Apple dürfte der Verzicht auf das Basismodell angesichts der aktuellen Situation auf dem Speichermarkt auch Sinn ergeben. Speicher, aber auch andere Chips sind im Preis deutlich gestiegen, was nicht nur bei den neuen iPhones zu Preiserhöhungen geführt hat. Teurere Premium-Modelle wie die iPhone-18-Pro-Geräte haben eine höhere Gewinnmarge, weshalb es für Apple sinnvoll ist, die teuren und womöglich knappen Bauteile für diese Modelle zu verwenden statt für ein iPhone 18, das weniger Gewinn abwirft.

Außerdem muss bedacht werden, dass Apple das iPhone 18 ja nicht gestrichen hat – es kommt lediglich später, wahrscheinlich im Frühjahr 2027. In diesem für Apple in der Regel schwächeren Quartal könnte die Neuvorstellung zu höheren Umsätzen als sonst führen, da manche Nutzer einfach noch ein paar Monate warten.

Als Letztes kommt auch noch die große Unbekannte, das iPhone Duo ins Spiel. Das faltbare Smartphone könnte das Weihnachtsgeschäft für Apple angesichts von Preisen bis zu 3.800 Euro vergolden. Der Foldable-Markt ist beileibe kein neuer, Samsung bringt seit acht Jahren jedes Jahr neue Modelle auf den Markt. Für Apple-Nutzer gab es bisher aber kein solches Gerät, entsprechend groß scheint der Hype jetzt zu sein.

Sollte Apple es schaffen, diesen Hype in Umsatz zu verwandeln, könnte das Weihnachtsgeschäft 2026 eines der stärksten überhaupt werden. Aktuell ist aber noch nicht abzusehen, ob das iPhone Duo das Momentum mitnehmen und den Foldable-Markt tatsächlich umkrempeln kann. Auch beim iPhone Air dachten einige zunächst, dass dünne Smartphones das nächste sogenannte Big Thing würden. Das ist letztlich nicht passiert.

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